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Wallenwein besiegt den „Herminator“
Foto: Julius
Tannert
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Beste Motorsport-Unterhaltung, einen Lokalmatador als Sieger
und einen spannenden Schlagabtausch mit ungewohntem Ausgang:
Der zweite Lauf der DRM bei der AvD-Sachsen-Rallye rund um
Zwickau hatte alle Zutaten eines Rallyekrimis. Auf den WPs
rund um Zwickau konnten sich die als Gaststarter angetretenen
Lokalmatadore Maik Stölzel / Thomas Windisch (Zwickau / Aue,
Skoda Octavia WRC) knapp gegen Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer
(Subaru Impreza WRX) durchsetzen.
Nach knapp 129 Kilometern auf zwölf Wertungsprüfungen (356
km gesamt) lag Stölzel gerade einmal 4,7 Sekunden vor dem
Schwaben, der damit als bestplatzierter fest eingeschriebener
DRM-Pilot die vollen Punkte holte. Auftaktsieger Hermann Gassner
(Surheim), der mit Co-Pilot Siggi Schrankl (Obing) im Mitsubishi
Lancer Evo 9 die Division der seriennahen Turbo-Allradler
bislang dominierte, hat damit endgültig einen Mitfavoriten
bei der Vergabe der Meisterschaft – denn vor dem dritten DRM-Lauf
(ADAC Saar-land-Rallye, 15. – 16. Juni) teilt er sich die
Meisterschaftsführung mit Wallenwein (beide 53 Punkte).
Als Dritter wird Lars Mysliwitz (Nalbach, Honda Civic Type
R, 35 Punkte) als bestplatzierter Pilot der Division 3 zum
saarländischen Heimspiel reisen. Er konnte die Führung vor
seinem Markenkollegen Peter Zehetmaier (Stephans-kirchen,
32) behaupten. Platz fünf in der Tabelle teilen sich nach
der Sachsen-Rallye Carsten Mohe (Renault Clio R3, Crottendorf)
und Olaf Dobberkau (Porsche 911 GT3, Schleusingen, beide 27
Punkte).
Spannender
hätte der zweite Lauf zur DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft)
kaum verlaufen können. Schon auf der ersten Etappe am Freitagabend
wechselte nach jeder der vier Wertungsprüfungen die Führung
zwischen Toni Werner im Porsche 911 GT3 und dem späteren Sieger
Stölzel. Letztlich ging der Zwickauer WRC-Pilot als Führender
auf die Samstagsetappe und gab die Spitze bis ins Ziel nicht
mehr ab.
„Wunderschön – das war mein erster Gesamtsieg bei einem DRM-Lauf
und das auch noch ausgerechnet beim Heimspiel in Zwickau,“
strahlte er auf der Zielrampe. Den Sieg musste sich der Lokalmatador
hart erkämpfen, denn mehrere stark auftrumpfende DRM-Piloten
wechselten sich in der Rolle des ersten Verfolger ab.
Anfangs waren es vor allem die leistungsstarken GT3- Porsche
von Olaf Dobberkau und Anton Werner, die die hohe Pace des
WRC mitgehen konnten. Auf den Nachmittagsprüfungen der zweiten
Etappe konnte sich dann die Fraktion der Turbo-Allradler am
besten in Szene setzen.
Foto: Julius
Tannert
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Letztlich lag Sandro Wallenwein im Subaru Impreza knapp vor
Hermann Gassner im Mitsubishi Lancer: „Ich bin stolz darauf,
dass ich Hermann Gassner bei einem DRM-Lauf besiegen konnte“,
freute sich der Stuttgarter auf der Zielrampe. „Die Stimmung
im Team ist auch deshalb besonders gut, weil dieser Lauf Spannung
pur brachte: Wir durften uns heute keinen Fehler erlauben,
sonst wäre der Sieg weg gewesen.“
Auch „Herminator“ Hermann Gassner hatte im Ziel von einem
heißen Fight zu berichten. „Wir waren den ganzen Tag am absoluten
Limit“, so der Bayer. „Jetzt steht es nach Siegen 1:1 unentschieden
zwischen Sandro und mir – das macht die Sache vor dem nächsten
Lauf spannend.“
Ausgeglichenes Feld sorgt für spannenden Sport
Die hohe Leistungsdichte in der DRM wird auch dadurch dokumentiert,
dass sich sechs Piloten die Bestzeiten auf den zwölf sächsischen
Wertungs-prüfungen teilten: Maik Stölzel und Hermann Gassner
waren je drei Mal erfolgreich, für Toni Werner und Sandro
Wallenwein wurden je zwei schnellste Zeiten notiert. Je einmal
enteilten Olaf Dobberkau und Peter Corazza dem gesamten Feld.
Vor den vier abschließenden Schotterprüfungen lag Olaf Dobberkau
noch auf Platz zwei, musste auf dem losen Untergrund jedoch
Wallenwein und Gassner passieren lassen: „Ich hätte nicht
gedacht, dass ich auf Schotter so schnell sein kann“, lachte
„Dr. Drift“ im Ziel dennoch.
Toni Werner im zweiten Porsche 911 musste schon am frühen
Samstag den Kontakt zur Spitze abreißen lassen und wurde schließlich
als Siebter gewertet. Hinter Dobberkau konnte sich im Endspurt
Peter Corazza platzieren. Der Oelsnitzer mit seiner Ehefrau
Mandy Querengässer auf dem Beifahrersitz profitierte dabei
von zwei Reifenschäden, die der Hamburger Jan Becker jeweils
zu Beginn der beiden letzten Prüfungen beklagte. Auf der vorletzten
WP schob sich Corazza zudem an Youngster Flo Auer vorbei,
der sich mit Rang sechs zufrieden geben musste.
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