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Riesenspannung beim Saisonauftakt der DRM
Mit
einem fulminanten Auftakt hat sich die DRM (Deutsche Rallye-Meister-schaft)
bei der ADAC Hessen-Rallye Vogelsberg nach einjähriger Pause
zurückgemeldet. Hermann Gassner / Siggi Schrankl (Surheim
/ Obing) im Mitsubishi Lancer Evo 9 trugen sich als erste
in die Siegerliste ein und übernahmen damit auch die Meisterschaftsführung.
Nach neun anspruchs-vollen WPs und 138 WP-Kilometern (Gesamtdistanz:
434 km) hatte das bayerische Duo auf der Zielrampe in Schlitz
einen Vorsprung von 43,9 Sekunden auf Sandro Wallenwein /
Pauli Zeitlhofer (Stuttgart / Österreich) im Subaru Impreza
Sti.
Gassner / Schrankl hatten sich insbesondere auf der ersten
Hälfte der Samstagsetappe einen offenen Schlagabtausch mit
Anton Werner / Ralph Edelmannd (Altfraunhofen / Mühldorf,
Porsche 911 GT3) geliefert, bei dem das Porsche-Team zwischenzeitlich
über eine halbe Minute Führung heraus-fuhr. Doch auf WP 4
versenkte Werner seinen GT im Straßengraben – und mit ihm
die Hoffnung auf den Gesamtsieg und schied aus.
„Ich wollte hier gewinnen“, fasste Gesamtsieger Gassner nach
dem Auftakt-erfolg zusammen. Trotz seiner ersten Bestzeit
vor 15.000 Zuschauern bei der stimmungsvollen Abend-WP in
Willofs am Freitag war er dabei vor dem ersten von fünf DRM-Läufen
alles andere andere als siegessicher: „Uns war schon vor der
Rallye klar, dass es sehr schwer werden würde, denn die Spitzengruppe
hier war extrem gut besetzt. Erst als Toni Werner ausfiel,
waren wir sicher, dass wir den Sieg vom vergangenen Jahr wiederholen
kön-nen.“
Sein schärfster Konkurrent im GT3-Porsche haderte trotz des
Ausfalls nicht mit seinem Schicksal. „Für uns waren die Nachmittagsprüfungen
mit den höheren Schotteranteilen von vorneherein der Knackpunkt“,
erklärte Toni Werner. „Wir wollten uns deshalb am Vormittag
auf den reinen Asphalt-prüfungen ein Zeitpolster sichern.“
Und genau dieser Plan ging nicht auf: Beim zweiten Durchgang
auf dem ultraschnellen Schottenring, der letzten Prüfung der
Vormittagsrunde, trug es das Porscheteam von der Piste. An
eine Weiterfahrt war danach nicht mehr zu denken.
Gleichwohl bewies schon das Geschehen am Vormittag, das die
DRM 2007 über eine ausgeglichene Spitzengruppe verfügt. „Das
ausgewogene Regle-ment wird für eine spannende Saison sorgen“,
freute sich Werner deshalb auf die kommenden Rallyes.
Zwei Youngster sorgen für Furore Die Fans dürfen sich beim
zweiten DRM-Lauf (AvD-Sachsen-Rallye vom 17. bis 19. Mai)
auch deshalb auf spannende Unterhaltung freuen, weil neben
den etablierten Rallyepiloten starke Young-ster antreten.
Zwei von ihnen entschiedenden Kampf um Platz drei erst auf
den allerletzten Metern der Rallye: Der 20- jährige Stefan
Schneppenheim (Alpen, Mitsubishi Lancer Evo 8) setzte in der
finalen Prüfung alles auf eine Karte und fuhr wie entfesselt.
Am Schluss wurde die schnellste Zeit des gesamten Feldes für
ihn notiert und der 22-jährige Rudi Hachenberg (Wer-melskirchen,
Mitsubishi Lancer Evo 8) hatte um 6,2 Sekunden das Nach-sehen.
„Das war die beste WP meines Lebens, schneller ging es einfach
nicht mehr“, freute sich Schneppenheim anschließend.
Die Führung in der DRM hat vor der AvD-Sachsen-Rallye Hermann
Gassner mit Co-Pilot Siggi Schrankl (30 Punkte) vor Sandro
Wallenwein / Pauli Zeitlhofer (23). Auf Platz drei folgt Lars
Mysliwietz (Nalbach, 20 Punkte), der im Honda Civic Type R
die Division 3 für Gruppe-N-Fahrzeuge bis 2.000 ccm gewann.
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