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Rallye-Weltmeisterschaft
2002 * Finale der 14 Läufe
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Network
Q Rally Großbritannien
14. - 17. November 2002
Länge: 1.637,86 km * 17 WP's = 390,57km
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Motorradweltmeister
Rossi auf Abwegen
Sechs Piloten kämpfen um Vizemeisterschaft
Starke deutsche Delegation mit Schwarz und Kremer
Beim Finale der Rallye-Weltmeisterschaft (14. bis 17. November)
in der walisischen Hauptstadt stehen diesmal die Drift-Könige
etwas im Schatten eines Zweiradartisten. Der Italiener Valentino
Rossi hat in seiner noch jungen Motorradsport-Karriere bisher
alles erreicht, was möglich war: Vierfacher Weltmeister und
50maliger Grand Prix-Sieger. Jetzt wagt sich der 23-jährige
Motorrad-Artist auf unbekanntes Terrain und startet auf der
britischen Insel bei seiner ersten Rallye. Mit seinem erfahrenen
Landsmann Carlo Cassina auf dem Beifahrersitz tauscht er bei
seinem ersten Auftritt in der Rallye-WM den Lenker seiner Renn-Honda
mit dem Steuer eines konkurrenzfähigen Peugeot 206.
Der Dominator der MotoGP-Saison zeigt Respekt vor der Aufgabe,
im aktuellen Weltmeister-Auto bei der traditionsreichen Rallye
Großbritannien zu starten: "Ich werde bei meinem ersten Auftritt
in der Rallye-Weltmeisterschaft ganz sicher nicht 100 Prozent
geben", bekannte der sonst als Draufgänger bekannte Italiener.
"Mein Ziel? Nun, meine Chance, dort zu gewinnen, ist ungefähr
so groß wie die, mit Italien Fußball-Weltmeister zu werden.
In England treten mindestens 15 Fahrer mit Siegambitionen an.
Ich möchte vor allem die Rallye zu Ende fahren."
Während die WM-Kronen bei den Fahrern an den Finnen Marcus Grönholm
und bei den Marken an Peugeot bereits vorzeitig vergeben sind,
bewerben sich um den Vizetitel gleich sechs Piloten, soviel
wie noch nie in der Rallye-WM. Im Blickpunkt des besonderen
britischen Interesses steht der Kampf der beiden Lokalfavoriten
Richard Burns (England) und Colin McRae (Schottland), die ihre
nicht gerade große Sympathie füreinander auch verbal in den
britischen Medien zeigen. Burns, dreifacher Großbritannien-Sieger
(1998, 1999, 2000) liegt mit 34 Punkten auf dem zweiten WM-Rang,
nur einen Zähler vor seinem Widersacher Colin McRae, der ebenfalls
dreimal (1994, 1995, 1997) hier gewann. Dahinter folgen der
Spanier Carlos Sainz (32 Punkte), der Franzose Gilles Panizzi
(31), der Finne Harri Rovanperä (30) und der Norweger Petter
Solberg (27) in Schlag-distanz im Kampf um die Silbermedaille.
Der deutsche Hyundai-Pilot Armin Schwarz (Oberreichenbach) kann
von der Wiederholung des Großbritannien-Sieges von 1996, als
er im Toyota Celica als bislang einziger Deutscher diese damals
nur zur Zweiliter-WM zählende Rallye gewann, nur träumen. Sein
diesjähriger Traum: Das Vorjahresergebnis mit Platz fünf zu
wiederholen und seine ersten Saisonpunkte in der diesjährigen
Fahrer-WM im Hyundai Accent einzufahren.
Bescheidener ist dagegen das Ziel des letztjährigen Europameisters
Armin Kremer (Friedrichsruhe). Nach seinem Horror-Unfall bei
der deutschen Rallye-WM-Premiere mit Totalschaden sitzt der
Mecklenburger beim WM-Finale erstmals in seinem neuem Ford Focus,
der auf einem nahezu technischen Stand ist wie die Fahrzeuge
von Carlos Sainz und Colin McRae. "Wir wollen ohne Schwierigkeiten
durchkommen und das Ziel sehen", ist der Wunsch des dreifachen
deutschen Meisters für seinen zweiten Start auf der britischen
Insel nach 1999, als er im Subaru Impreza den 14. Gesamtrang
erzielte. In der Junior-WM treten Niki Schelle (Hohenpeißenberg)
im Suzuki Ignis und Sven Haaf (Windeck) im Opel Corsa an. Schelle
ist bislang der einzige deutsche Fahrer, der in diesem Jahr
WM-Punkte, wenn auch in der Junior-WM, holte.
Das WM-Finale wird am Donnerstagabend in Cardiff gestartet.
Die WM-Saison 2002 endet dort nach 17 Schotterprüfungen (= 390
km) und 1 637 Gesamtkilometern am Sonntag gegen 17.30 Uhr.
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