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Rallye-Weltmeisterschaft 2002 * 12. von 14 Läufen

Rallye Neuseeland
03. - 06. Oktober 2002
Länge: 1.793,23 km * 26 WP's = 414,04 km

Peugeot vor dem WM-Titel-Double in "down under"
Schwarz peilt Punkteränge an

Auckland/Neuseeland (th) - Beim drittletzten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Neuseeland kann Peugeot, wie 2000, den doppelten Titelgewinn in der Marken- und in der Wertung vorzeitig schaffen. In der Marken-Kategorie muss der klar das Championat anführende Spitzenreiter Peugeot nur drei Punkte mehr als sein um 45 Zähler abgeschlagene Verfolger Ford holen. 16 WM-Punkte stehen für maximal zwei gewertete Fahrzeuge bei jedem WM-Lauf zur Disposition. Peugeot könnte bei dieser für die Franzosen fast schon optimalen Ausgangslage "down under" der Titel-Hattrick gelingen.

"Dies ist in der Tat eine gute Konstellation für uns", erklärte der Peugeot-Sport-direktor Corrado Provera vor dem zwölften WM-Lauf auf der anderen Seite der Erdkugel. "Ich bin davon überzeugt, dass unsere Piloten alles geben werden, um die Weltmeisterschaft schon hier für uns zu entscheiden."

Ein ähnliches Bild ergibt sich auch in der Fahrer-Wertung. Hier dominiert der finnische Peugeot-Pilot Marcus Grönholm 23 Punkte vor seinem britischen Teamkollegen Richard Burns und 24 Zähler vor dem schottischen Ford-Fahrer Colin McRae. Grönholm, Weltmeister von 2000, muss bei noch insgesamt 30 bis Saisonende möglichen WM-Punkten sieben Zähler mehr als sein Titelnachfolger und Stallgefährte Burns, dem Neuseeland-Sieger von 2001, einfahren. Sein Pulspunkt: "Ich bin inzwischen viermal hier gefahren und habe viel Erfahrung", meinte Grönholm, der in seinem Meisterjahr 2000 in Auckland gewann.

Nur noch eine hauchdünne Chance auf seine zweite Weltmeisterschaft nach 1995 sieht Colin McRae. Erst muss bei drei noch verbleibenden Läufen einen Rückstand von 24 Punkten auf Grönholm wett machen. Der Rekordgewinner McRae (25 Siege), der nach vier Jahren bei Ford in der nächsten Saison zu Citroen wechselt, will dennoch jede nur erdenkliche Chance noch nutzen. "Mein klares Ziel ist, hier wieder zu gewinnen und zu Marcus Grönholm aufzu-schließen, auch wenn es immer schwieriger wird, eine Rallye zu gewinnen", erklärte McRae, der in Neuseeland 1994 und 1995 gewann.

In Neuseeland will der Deutsche Armin Schwarz, inzwischen erstmals Vater einer Tochter, seine Negativ-Bilanz etwas korrigieren. Nach sieben Saison-ausfällen hofft der 39-Jährige bei der bei allen Piloten geschätzten Schotter-rallye auf seinen ersten WM-Punkt in dieser Saison. "Ich mag diese Rallye, denn sie fordert mehr den Fahrer als das Fahrzeug. Und da sehe ich unsere Chance", sagte Schwarz, der 1994 im Mitsubishi Lancer mit dem dritten Platz sein bestes Neuseeland-Ergebnis erzielte.
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