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Rallye-Weltmeisterschaft 2002 * 6. von 14 Läufen
22. Rallye Argentinien
17. - 19. Mai2002
Länge: 1.456,00 km * 22 WP's = 381,45 km
 
Grönholm, dann Burns: Erst Sieger, dann disqualifiziert Sainz zum "dritten" Sieger vor Solberg erklärt


Nach der Grönholm-und Burns-Disqualifikation Sieger: Carlos Sainz

Villa Carlos Paz/Argentinien - Beim sechsten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Argentinien hat sich alles gegen den WM-Dominator Peugeot verschworen. Erst wurde den klar führenden Finnen Marcus Grönholm/Timo Rautiainen wegen eines Verstoßes gegen die Service-Verbotsbestimmungen wenige Minuten nach dem Zieleinlauf im Stadion von Cordoba der vermeintliche dritte Saisonsieg aberkannt. Sechs Stunden später schlug die nächste Bombe der Sport-kommission im "Löwen-Lager" ein. Auch die nach der Grönholm-Ausschluss zum Sieger erklärten britischen Teamkollegen Richard Burns/Robert Reid wurden wegen falschen Motorgewichts disqualifiziert. Damit wurde am grünen Tisch der spanische Ford-Pilot Carlos Sainz zum "dritten" Sieger vor dem Norweger Petter Solberg (Subaru Impreza) erklärt.

Grönholm führt in der WM weiter mit 31 Punkten vor seinem französischen Teamgefährten Gilles Panizzi (20 Zähler) und den gemeinsamen Dritten Burns und Sainz mit 19 Punkten. Bei dem Marken bleibt Titelverteidiger Peugeot mit 68 Punkten klar vor Ford (41 Zähler) und Subaru (33). Der 157fache Rekord-starter Carlos Sainz kam, wenn auch ohne eigene Kraft, zu seinem 24. WM-Sieg und zog damit in der ewigen Siegerliste mit dem bis dahin vorne liegenden Finnen Tommi Mäkinen gleich. Sainz erzielte seinen letzten WM-Sieg im September 2000 auf Zypern. Für Ford war dies, wenn auch ungewollt, der 41. WM-Erfolg und der erste Sieg seit Juni 2001 in Griechenland.


Provera: "Sorry Marcus"
"Was soll ich noch viel sagen. Es scheint, als habe sich hier alles gegen uns verschworen", erklärte Provera, im italienischen Stil mit den Armen gestikulierend. "Wir akzeptieren auch diese Ent-scheidung, wenn auch der Fehler nicht bei uns direkt lag. Es tut mir leid für Marcus, es tut mir leid für Richard. Beide haben hier eine ganz tolle Rallye gefahren und wurden dafür nicht belohnt. In Argentinien muss ein Fluch auf uns lasten."
Peugeot-Sportdirektor musste zum zweiten Mal an diesem schicksals-trächtigen Sonntag in Argentinien vor der Sportkommission nicken und den zweiten, wenn auch möglicherweise unverschuldeten Fehler zugeben. Provera verzichtete wie sechs Stunden zuvor bei der Grönholm-Entscheidung auf sein Berufungsrecht. Damit stoppten die Sportkommissare den Peugeot-Durch-marsch von Peugeot nach vier Doppelsiegen in Folge.

Kurz vor dem Ziel verspielte der vierfache Weltmeister Tommi Mäkinen (Finn-land) seinen noch möglichen 25. WM-Triumph und zweiten Saisonsieg, als er sich auf der vorletzten Prüfung mit dem Subaru Impreza mehrmals über-schlug und wie sein Beifahrer Kaj Lindström unverletzt ausschied. Bis dahin war der dreifache Argentinier-Sieger Mäkinen (1996 - 1998), der in die letzte Etappe mit nur fünf Zehntelsekunden Vorsprung auf Grönholm gestartet war, bis auf 5, 5 Sekunden an den WM-Spitzenreiter Grönholm heran gekommen.


"Ich hatte noch eine Siegeschance, aber nur, wenn alles gebe. Das habe ich getan. Leider ging es schief", meinte der dreifache Argentinien-Sieger Mäkinen (1996 - 1998) zu seinem Pech.

Bereits auf der ersten Etappe schieden die Deutschen Armin Schwarz/Manfred Hiemer (Oberreichenbach/München) mit ihrem Hyundai Accent wegen fehlenden Benzindruckes aus. Der nächste und siebte WM-Lauf findet vom 13. bis 16. Juni in Griechenland statt.
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Bestzeiten:
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WP 20: Grönholm
WP 21: Grönholm
WP 22: Burns
Führungen:
WP 1-16: Grönholm
WP 17-18: Mäkinen
WP 19-22: Grönholm
Wichtige
Ausfälle

WP 7: Delecour - traf Stein, dann Rolle - gab auf
WP 9: Schwarz - Benzindruck
WP 11: Rovanperä - Motor
Loix - Gaszug
WP 17: Panizzi - Kühlsystem
WP 21: Mäkinen - mehrmalige Rolle - Team Okay


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