Startverbot für OMV Pilot Manfred
Stohl
Der 31 Jahre alte Wiener musste nach der Entscheidung der FIA Sicherheitskommission
bereits vor der ersten Sonderprüfung seinen Mitsubishi Lancer Evo VII wieder
abstellen
Noch am Donnerstag in der Nacht war der OMV Pilot zuversichtlich. Rund 10 Mechaniker
brachten nach dem Unfall beim Shakedown das Fahrzeug des Österreichers wieder
in Schuss. Doch gegen fünf Uhr in der Früh setzte FIA Sicherheits-Assistent
Jérome Toquet den Hoffnungen des OMV World Rally Teams ein bitteres Ende.
Er beanstandete den Überrollbügel im Wagen und verweigerte die Genehmigung
zum Start.
Die Entscheidung des FIA-Funktionärs ist jedoch ein wenig unverständlich,
denn noch Donnerstag nachmittags begutachtete ein von der FIA genannter Sicherheitsbügel-Sachverständiger
den Wagen. Der gab grünes Licht, wenn ein Teil ausgetauscht werden würde.
Diese Auflage wurde erfüllt. Es ist mir unverständlich, doch
wir müssen die Entscheidung akzeptieren so groß unsere Enttäuschung
auch ist , erklärt OMV World Rally Teamchef Jürgen Bertl.
Manfred Stohl ist die Bitterkeit ins Gesicht geschrieben. Auch der Gruppe-N-Weltmeister
von 2000 versteht die Welt nicht mehr: Unsere Mechaniker haben eine sensationelle
Leistung vollbracht. Das Auto lief wieder einwandfrei. Jetzt bleibt mir nur übrig,
dass ich mich für Mexiko vorbereite und meinen Teamkollegen Jani Paasonen
und Sebastian Vollak kräftig die Daumen drücke.
Auf den ersten beiden Sonderprüfungen dürfte dies auch Früchte
getragen haben, denn Paasonen zeigte eine vollkommen souveräne Leistung.
Der finnische OMV Pilot führt das Feld der in der Gruppe-N-WM (P-WRC) eingetragenen
Fahrer an. Paasonen: Wir sind total relaxed. Es macht Spaß hier zu
fahren. Lediglich auf der zweiten Sonderprüfung hatten wir mit der Gegensprechanlage
Probleme. Da musste meine Co-Pilotin Sirkka (Rautiainen) ein wenig schreien, damit
ich sie verstehe.
Mehr als zufrieden ist auch OMV World Rally Team-Rookie Sebastian Vollak. Nach
zwei Sonderprüfungen belegt der 20 Jahre alte Deutsche mit Co-Pilot Michael
Kölbach in der P-WRC-Wertung den zwölften Platz. Vollak: Wie
ich schon vor der Rally gesagt habe: ich muss Kilometer sammeln. Doch es macht
Spaß und vielleicht ginge es sogar ein wenig schneller, aber da bremst mich
Michael ganz gut ein.
Zur Sache geht es am Nachmittag, wo zwei Sonderprüfungen mit je 53 Kilometer
auf dem Programm stehen. Der Zieleinlauf der ersten Etappe ist gegen 19.30 Uhr
in Karlstad.
Unfall von Stohl bei Shakedown