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Rallye-WM 2004 * 2. von 16 Läufen/1. von 7 Gruppe N-WM
Rallye Schweden
06. - 08. Februar 2004
Länge: 1.981,68 km * 19 WP's = 394,80 km

Startverbot für OMV Pilot Manfred Stohl

Der 31 Jahre alte Wiener musste nach der Entscheidung der FIA Sicherheitskommission bereits vor der ersten Sonderprüfung seinen Mitsubishi Lancer Evo VII wieder abstellen

Noch am Donnerstag in der Nacht war der OMV Pilot zuversichtlich. Rund 10 Mechaniker brachten nach dem Unfall beim Shakedown das Fahrzeug des Österreichers wieder in Schuss. Doch gegen fünf Uhr in der Früh setzte FIA Sicherheits-Assistent Jérome Toquet den Hoffnungen des OMV World Rally Teams ein bitteres Ende. Er beanstandete den Überrollbügel im Wagen und verweigerte die Genehmigung zum Start.

Die Entscheidung des FIA-Funktionärs ist jedoch ein wenig unverständlich, denn noch Donnerstag nachmittags begutachtete ein von der FIA genannter Sicherheitsbügel-Sachverständiger den Wagen. Der gab grünes Licht, wenn ein Teil ausgetauscht werden würde. Diese Auflage wurde erfüllt. Es ist mir unverständlich, doch wir müssen die Entscheidung akzeptieren  so groß unsere Enttäuschung auch ist , erklärt OMV World Rally Teamchef Jürgen Bertl.

Manfred Stohl ist die Bitterkeit ins Gesicht geschrieben. Auch der Gruppe-N-Weltmeister von 2000 versteht die Welt nicht mehr: Unsere Mechaniker haben eine sensationelle Leistung vollbracht. Das Auto lief wieder einwandfrei. Jetzt bleibt mir nur übrig, dass ich mich für Mexiko vorbereite und meinen Teamkollegen Jani Paasonen und Sebastian Vollak kräftig die Daumen drücke. 

Auf den ersten beiden Sonderprüfungen dürfte dies auch Früchte getragen haben, denn Paasonen zeigte eine vollkommen souveräne Leistung. Der finnische OMV Pilot führt das Feld der in der Gruppe-N-WM (P-WRC) eingetragenen Fahrer an. Paasonen: Wir sind total relaxed. Es macht Spaß hier zu fahren. Lediglich auf der zweiten Sonderprüfung hatten wir mit der Gegensprechanlage Probleme. Da musste meine Co-Pilotin Sirkka (Rautiainen) ein wenig schreien, damit ich sie verstehe. 

Mehr als zufrieden ist auch OMV World Rally Team-Rookie Sebastian Vollak. Nach zwei Sonderprüfungen belegt der 20 Jahre alte Deutsche mit Co-Pilot Michael Kölbach in der P-WRC-Wertung den zwölften Platz. Vollak: Wie ich schon vor der Rally gesagt habe: ich muss Kilometer sammeln. Doch es macht Spaß und vielleicht ginge es sogar ein wenig schneller, aber da bremst mich Michael ganz gut ein. 

Zur Sache geht es am Nachmittag, wo zwei Sonderprüfungen mit je 53 Kilometer auf dem Programm stehen. Der Zieleinlauf der ersten Etappe ist gegen 19.30 Uhr in Karlstad.

Unfall von Stohl bei Shakedown

Misslungene Generalprobe des österreichischen OMV-Piloten zum Auftakt der Schweden-Rally


Schrecksekunde für Manfred Stohl beim Shakedown der Scheden-Rally am Tag vor dem Start. Der 31-jährige Wiener kam in einer schnellen Linkskurve von der Ideallinie ab und touchierte im Wald abseits der Strecke einige Bäume und einen Felsen. Der Mitsubishi Lancer Evo VII ist nahezu total zerstört. Manfred Stohl und Co-Pilotin Ilka Minor blieben zum Glück unverletzt.

Hochbetrieb für die Mechaniker-Crew des OMV World Rally Teams. Nach dem Unfall muß nun alles daran gestzt werden, daß das Auto bis Freitag, 5.30, dem Start zur ersten Etappe, wieder funktionstüchtig ist. OMV World Rally Teamchef Jürgen Bertl hat bereits wenige Minuten nach dem Unfall eine Werkstatt in Karsltad organisiert, wo die Reperaturen vorgenommen werden. Bertl: Man darf die Hoffnung nie aufgeben. Wir tun alles, damit Manfred die Rally bestreiten kann. 
Ersatzteile können dabei vom Trainingsauto seines OMV Teamkollegen Jani Paasonen verwendet werden. Stohl: Ich weiß nicht genau, was wirklich passiert ist. Das wichtigste ist aber, daß Ilka und ich nicht verletzt sind. 

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