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3. Etappe:

Dritter WM-Titel für Loeb
* Erster Sieg für Hirvonen
* Stohl wie im Vorjahr Dritter

Der Franzose Sébastien Loeb ist kampflos zuhause in seiner Schweizer Wahlheimat zum dritten Mal in Folge Rallye-Weltmeister geworden. Im fernen Australien feierte der Finne Mikko Hirvonen beim drittletzten WM-Lauf seinen ersten Gesamtsieg. Nach 26 Schotterprüfungen fuhr der 26 Jahre alte WM-Dritte im Ford Focus einen letztlich klaren Vorsprung von 37,1 Sekunden auf den Norweger Petter Solberg (Subaru Impreza) heraus. Mit einem Rückstand von 3:58,6 Minuten wurde der Wiener Manfred Stohl im Peugeot 307 wie im Vorjahr Dritter.

Der Finne Marcus Grönholm, vor Australien noch einziger Titelrivale des verletzten Loeb, hatte am Freitag bei einem Überschlag mit dem Ford Focus seine WM-Chance verspielt. Der Weltmeister von 2000 und 2002 erreichte nach einer starken Aufholjagd den fünften Platz (Rückstand: 12:23,8 Minuten). Mit dem dritten Platz und sechs WM-Punkten hätte Grönholm seine letzte theoretische Titelchance noch wahren können.

"Ich hätte lieber auf der Piste als zuhause im Wohnzimmer meinen Titel ver-teidigt", meinte Loeb in Basel. Der neue und alte Champion, der zudem den Rekord von 28 Gesamtsiegen hält, hatte sich Ende September bei einem Mountainbike-Unfall eine vierfache Oberarmfraktur zugezogen und musste deswegen bei den WM-Läufen in der Türkei und in Australien pausieren. Wann der siebenfache Saisonsieger wieder am Steuer seines Citroen Xsara sitzt, steht noch nicht fest. "Sébastien hat den Titel verdient", gestand der Titel-verlierer Grönholm, der aber im westaustralischen Perth zumindest die Vize-meisterschaft feiern konnte.

Der mit Séverine verheiratete Loeb hat sich seit seinem Rallye-Debüt 1997 zu einem echten Rallye-Tausendsassa gemausert. Der ehemalige Kunstturner und gelernte Elektriker entwickelte sich schnell vom einstigen Asphaltex-perten zu einem Allrounder, der auf allen Belägen schnell ist. 2001 gewann der gebürtige Elsässe im Citroen Saxo die Junior-WM, was ihm ein Jahr später ein Stamm-Cockpit im Werks-Citroen Xsara einbrachte. Beim Saison-auftakt 2002 in Monte Carlo gab er zwar als Führender einen Einstand nach Maß, aber wegen eines nicht reglementkonformen Reifenwechsels wurde mit zwei Strafminuten hinter den Finnen Tommi Mäkinen (Subaru Impreza) auf den zweiten Platz zurückgestuft.

Seinen ersten Sieg feierte er bei der deutschen WM-Premiere am 25. August 2002 in Trier. In diesem Jahr gewann er in Deutschland als erster Fahrer die gleiche Rallye zum fünften Mal in Folge. 2004 holte er seinen ersten WM-Titel, den er 2005 verteidigte. 2006, wenn auch kampflos, sicherte er sich den Hattrick-Titel. Der 32 Jahre alte Loeb ist ein Rekordjäger. Neben der Best-marke von 28 Siegen setzte er auch andere Meilensteine. Im letzten Jahr gewann er als erster Pilot zehn WM-Läufe und zudem sechs Rallyes hinter-einander. Bei der Rallye Korsika 2006 war er auf allen Prüfungen der Schnell-ste, eine weitere Rekordmarke von Loeb. All seine 28 Siege erzielte Loeb auf nur einem Automodell, dem Citroen Xsara, eine weitere Einmaligkeit in der Rallye-WM.

"Das war ein fantastisches Wochenende", freute sich Hirvonen aus der fin-nischen Rallye-Hochburg Jyväskylä über seinen ersten Sieg, mit dem er seinen dritten WM-Rang (57 Punkte) festigte. "Wir standen während der ganzen Rallye unter einem permanenten Druck von Petter Solberg. Neben dem Sieg musste ich auch an die Marken-Weltmeisterschaft für Ford denken. Mein Ziel ist es nun, Marcus Grönholm zu schlagen." In der Marken-WM hat Ford nach 14 von 16 Läufen seine Führung auf 167 Punkte und zu einem Vorsprung von 16 Zählern zum belgischen Kronos-Citroen-Team, der Mann-schaft von Loeb, ausgebaut.

Manfred Stohl vom österreichischen OMV-WM-Team festigte mit dem dritten Podiumsplatz seinen fünften WM-Rang (40 Punkte) und ist damit weiterhin in der WM der beste Privatfahrer. "Gestern haben wir im Kampf um Platz drei mit Xavier Pons richtig attackiert, heute haben wir die sichere Seite gewählt, um diesem Platz zu verteidigen. Ich mag diese Rallye", meinte Stohl, der am Ende den spanischen Loeb-Stellvertreter Pons (Citroen Xsara) um 46,8 Sekunden auf den vierten Rang verwies.

14. Lauf - Australien
26. - 19.10.2006

Ende / AUS-News
1. Hirvonen 3:15.11,8"
2. P. Solberg 371
3. Stohl 3.58,6
4. Pons 4.45,4

5. Grönholm

12.23,8
6. Latvala 17.09,2
Bestzeiten:
WP 1: Grönholm (1)
WP 2: Grönholm (2)
WP 3: Atkinson (1)
WP 4: Atkinson (2)
WP 5: Atkinson (3)
WP 6: P. Solberg (1)
WP 7: P. Solberg (2)
WP 8: Grönholm (3)
WP 9: Grönholm (4)
WP 10: Grönholm (5)
WP 11: Stohl (1)
WP 12: Hirvonen (1)
WP 13: Hirvonen (2)
WP 14: Grönholm (6)
WP 15: Grönholm (7)
WP 16: Hirvonen (3)
WP 17: P. Solberg (3)
WP 18: Grönholm (8)
WP 19: Grönholm (0)
WP 20: Grönholm (10)
Hirvonen (4)
WP 21: P. Solberg (4)
WP 22: Hirvonen (5)
WP 23: Hirvonen (6)
WP 24: P. Solberg (5)
WP 25: P. Solberg (6)
WP 26: Hirvonen (7)
Führungen:
WP 1-2: Grönholm
WP 3-5: Atkinson
WP 6: Hirvonen
WP 7-8: P. Solberg
WP 9-26: Hirvonen
Wichtige Ausfälle
WP 2: Sordo - Getriebe
Wilson - Antriebswelle
WP 5: Atkinson - Abflug
H. Solberg - Abflug
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