Weltmeister
Loeb baut mit 22. Gesamtsieg WM-Führung aus
Stohl auf Rang 12 vor Aigner
Der
französische Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb hat mit seinem
22. Gesamtsieg beim vierten WM-Lauf in Spanien seine Position
auf eine er-folgreiche Titelverteidigung gefestigt und sich
erneut als Asphalt-König be-hauptet.
Im Citroen Xsara wiederholte der 32 Jahre alte Wahl-Schweizer
seinen Sieg aus dem Vorjahr und fuhr nach 16 Asphaltprüfungen
(= 346,43 km) einen Vorsprung von 48,2 Sekunden auf seinen
spanischen Citroen-Kollegen Daniel Sordo im privaten Xsara
heraus.
Der zweifache Saisonsieger Marcus Grönholm (Finnland), der
zu Beginn der Rallye Katalonien-Spanien geführt hatte und
dann wegen eines Turbolader-schadens am Ford Focus auf den
zehnten Platz abgefallen war, erreichte am Ende noch den dritten
Rang (Rückstand: 1:45,8 Minuten).
In der WM-Tabelle baute Rekordjäger Loeb, der in 15 Monaten
zwölf Mal siegte, mit seinem zweiten Saisonsieg seine Führung
auf 36 Punkte und zu einem Vorsprung von neun Zählern auf
Grönholm aus. Marken-Weltmeister Citroen verteidigte nach
dem 29. Gesamtsieg mit 44 Punkten seine Spitzen-position gegenüber
Ford mit 42 Zählern.
"Gegen Ende musste ich mich entscheiden, ob ich wieder mein
Tempo for-cieren soll, weil Daniel Sordo den Druck erhöhte,
oder nicht. Ich habe mich für die sichere Seite entschieden
und mich zurückgehalten, um kein Risiko ein-zugehen und so
den Sieg noch zu verspielen", äußerte sich der zweifache Titelgewinner
Loeb am Sonntagmittag bei der Zielankunft in Salou.
Der vierfache Deutschland-Sieger gewann von den 16 Prüfungen
fünf, der dritt-plazierte Grönholm hingegen setzte zehn Mal
die Bestmarke. "Ohne unser Pech am Freitag hätten wir hier
gewinnen können", meinte Grönholm, der trotz seiner 20 Siege
immer noch auf seinen ersten Triumph bei einer echten Asphalt-Rallye
wartet.
Hinter Grönholm fuhr der junge Franzose Alexandre Bengué im
privaten Peugeot 307 auf den vierten Rang (Rückstand: 2:01,9
Minuten). Nach seinem zwölften Platz (Rückstand: 5:48,4 Minuten)
fiel der Wiener Manfred Stohl im vom OMV-Team eingesetzten
Peugeot 307 vom dritten auf den vierten WM-Rang (11 Punkte)
ab.
Wegen des am Freitagmorgen tödlich verunglückten Deutschen
Jörg Bastuck (Saarwellingen) verzichtete der Veranstalter
auf das sonst übliche feierliche Rahmenprogramm beim Zieleinlauf.
Der 36 Jahre alte Beifahrer des Ham-burgers Aaron Burkart
wurde am Freitagmorgen beim Radwechsel am Citroen C2 vom Ford
Fiesta des Briten Barry Clark erfasst und erlag um 11.30 Uhr
im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Für das Team
war es der erste gemeinsame Einsatz und die Premiere in der
Junior-WM. |