3. Etappe:
Achter Saison-Triumph und 28. Gesamtsieg für Loeb
Stohl sicherer Vierter
Der
französische Doppelweltmeister Sébastien Loeb setzte auch
beim zwölften Lauf zur Rallye-WM auf Zypern seinen Siegeszug
im Citroen Xsara ungebremst fort. Mit seinem achten Saisonerfolg
auf der sonnigen Mittel-meerinsel stellte der 32jährige
Elsässer nebenbei einen neuen Rekord von 28 Gesamtsiegen
auf.
Bei seinem Zypern-Hattricksieg fuhr der fünfmalige Deutschland-Gewinner
nach 22 rauen Schotterprüfungen einen Vorsprung von 21,2
Sekunden auf den finnischen WM-Zweiten Marcus Grönholm heraus,
der im Ford Focus bis zur Mitte der Rallye Zypern vorne
lag.
"Alles war perfekt, das Auto, das Team und auch wir", jubelte
der Rallye- Überflieger Loeb über seinen dritten Sieg bei
der vorerst letzten WM-Rallye auf Zypern. 2007 ist diese
Rallye nicht mehr im WM-Kalender dabei. "Es war eine sehr
harte Rallye, die schwierigste in diesem Jahr. Heute habe
ich mich auf meinem Display an den Zeiten von Marcus Grönholm
orientiert und bin nur so schnell wie erforderlich gefahren."
Die Rallye Zypern, wegen ihrer besonderen Härte auf den
steinigen Schotter-pisten auch gerne als Mittelmeer-Safari
bezeichnet, war nicht nur die bislang schwerste Rallye in
diesem Jahr, sondern auch mit einer Durchschnittsge-schwindigkeit
auf den Prüfungen von nur 65,60 km/h die langsamste.
"Wenn Sébastien Loeb keinen Fehler macht, ist er einfach
nicht zu schlagen. Ich machte einen Fehler, der mich den
Sieg und wahrscheinlich meine letzte WM-Chance gekostet
hat", resignierte Grönholm.
Nach zwölf von 16 WM-Laufen erhöhte Rekordjäger Loeb sein
Konto auf 112 Punkte und baute seinen Vorsprung zu Grönholm
auf 35 Zähler aus. Bei der nächsten WM-Runde in der Türkei
(13. - 15. Oktober) kann Loeb seine dritte Weltmeister-schaft
in Folge perfekt machen. Hierfür würde dem Titelvertei-diger
selbst beim möglichen fünften Saisonsieg von Grönholm ein
dritter Platz in der Türkei reichen. In der Marken-WM hat
Ford seinen Rückstand von elf auf sieben Punkte zum weiterhin
führenden Kronos-Citroen-Team (142 Zähler) reduziert.
Wie in beiden vorausgegangenen Läufen in Finnland und Japan
sicherte sich Grönholms Landsmann und Teampartner Mikko
Hirvonen mit einem Rück-stand von bereits 5:16,1 Minuten
den letzten Podiumsplatz. Bester Privat-fahrer wurde wieder
einmal der Wiener Manfred Stohl im vom öster-reichischen
WM-OMV-Team eingesetzten Peugeot 307 auf dem vierten Platz
(Rückstand: 6:39,7 Minuten).
Mit nun Punkten behauptete Stohl, der im letzten Jahr auf
Zypern mit dem überraschenden zweiten Rang sein bestes WM-Ergebnis
erzielte, seinen fünften Platz in der Fahrer-WM.
Sein
Berliner Teamkollege Aaron Burkart schied bei seinem ersten
Start in einem allradgetriebenen Fahrzeug nach einem Überschlag
bereits am Samstagmorgen aus.
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