Grönholms
Rekordsieg - sechster Heimsieg
Stohl Neunter
Marcus Grönholm
ist nun der beste fliegende Finne. Der 38-Jährige hat als
erster Finne zum sechsten Mal sein Heimspiel in der Rallye-WM
gewonnen. Damit egalisierte er auch den Rekord des Franzosen
Didier Auriol, der von 1988 bis 1996 auf Korsika bei seiner
Heimrallye ebenfalls sechs Mal erfolg-reich war. Bei seinem
vierten Saisonerfolg und 22. Gesamtsieg verwies der WM-Zweite
im Ford Focus nach 21 Schotterprüfungen (= 355,61 km) den
französischen Titelverteidiger und Tabellenführer Sébastien
Loeb (Citroen Xsara) klar um 1:06,7 Minuten auf den Ehrenrang.
Mit dem dritten Rang (Rückstand: 1:34,5 Minuten) erreichte
Grönholms Teamgefährte Mikko Hirvonen erstmals in seiner
Heimat einen Podiumsplatz.
"Für einen Finnen ist es immer der größte Traum, in seiner
Heimat zu ge-winnen. Dass ich hier als erster Finne zum
sechsten Mal siegen konnte, versüßt das Ganze", freute sich
der dreifache Familienvater Grönholm über seinen Rekord.
"Heute bin ich nur noch auf Ankommen gefahren und habe das
Tempo anderen überlassen."
In der Fahrer-WM reduzierte der zweifache Titelgewinner
Grönholm (2000 und 2002) den Rückstand zum klar führenden
Doppelweltmeister Loeb (92 Punkte) leicht nur um zwei Zähler
von 33 auf 31 Punkte. Trotz seines Ausfalls blieb Loebs
spanischer Teampartner Daniel Sordo mit 41 Punkten WM-Dritter
vor Hirvonen (27 Zähler). In der Marken-Wertung verringerte
Ford seinen Rück-stand von 23 auf 15 Punkte zum führenden
Citroen-Kronos-Team.
"Der Kampf um den Sieg war am Samstagmorgen vorbei. Danach
bin ich nur noch für die Weltmeisterschaft gefahren", erklärte
der fünfmalige Deutschland-Sieger Loeb. Bis zur zwölften
Prüfung am Samstagmorgen kam Loeb bis auf 11,9 Sekunden
an Grönholm heran. Ein Stein, der das linke Vorderrad seines
Citroen aufgeschlitzt und ihn mehr als 30 Sekunden gekostet
hatte, machte alle Hoffnung auf den möglichen 27. Rekordsieg
zunichte.
Der dreifache Marken-Champion Subaru (1995 bis 1997) ist
in dieser Saison weit von den früheren Erfolgen entfernt.
Der Norweger Petter Solberg, Welt-meister von 2003, kegelte
sich am Samstag selbst aus der Rallye. Sein australischer
Teamkollege erreichte nach gravierenden Getriebeproblemen
den 13. Endplatz, der allerdings noch für zwei Punkte der
Marken-WM reichte, in der Subaru mit 65 Zählern den dritten
Platz behauptete.
Das österreichische OMV-WM-Team blieb mit inzwischen 50
Punkten auf dem vierten WM-Rang die beste Privat-Mannschaft.
Das norwegische Team-mitglied Henning Solberg erreichte
im Peugeot 307 mit dem vierten Rang (Rückstand: 3:57,8 Minuten)
nicht nur sein bestes Saisonergebnis, sondern auch seine
beste Finnland-Platzierung. Sein Wiener Teampartner Manfred
Stohl, der am Freitag wegen eines gebrochenen Querlenkers
am Peugeot mehr als sechs Minuten verloren hatte, belegte
den neunten Platz (Rückstand:13:28,0 Minuten) und fuhr damit
noch vier Punkte in der Marken-Wertung ein.
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Bestzeiten:
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1: Loeb (1) |
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2: Grönholm (1) |
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3: Grönholm (2) |
| WP
4: Grönholm (3) |
| WP
5: Loeb (2) |
| WP
6: Loeb (3) |
| WP
7: Grönholm (4) |
| WP
8: Loeb (4) |
| WP
9: Grönholm (5) |
| WP
10: Grönhom (6) |
| WP
11: Loeb (5) |
| WP
12: Grönholm (7) |
| WP
13: Grönholm (8) |
| WP
14: Grönholm (9) |
| WP
15: Grönholm (10) |
| WP
16: Grönholm (11) |
| WP
17: Grönholm (12) |
| WP
18: Hirvonen (1) |
| WP
19: Hirvonen (2) |
| WP
20: Hirvonen (3) |
| WP
21: Hirvonen (4) |
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Führungen:
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| WP
1: Loeb |
| WP
2-21: Grönholm |
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Wichtige
Ausfälle
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WP 6: Sohlberg - Motor |
| WP
8: Carlsson - Abflug |
| WP
12: P. Solberg - Abflug |
| WP
13: Pons - Rolle |
| WP
14: Sordo - Abflug |

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