Rallye Wales GB - 3. Etappe:
Vize-Weltmeister
Grönholm mit siebtem Saisonsieg zum
silbernen Jubiläum
* Stohl zum zweiten Mal auf dem Ehrenrang und
Vierter in der WM
Der finnische
Rallye-Vizechampion Marcus Grönholm feierte beim WM-Finale
in Wales mit seinem siebten Saisonerfolg auf Ford
Focus sein silbernes Sieg-Jubiläum. Mit seinem 25.
Triumph verpasste der 38 Jahre Grönholm um einen Punkt
seinen dritten WM-Titel nach 2000 und 2002. Diesen
hatte sich trotz seiner Verletzungsbedingten Abwesenheit
Ende Oktober in Australien vorzeitig der französische
Titelverteidiger Sébastien Loeb, der auch in Wales
nicht startete, zum dritten Mal hintereinander gesichert.
Seinen bislang größten WM-Erfolg erzielte der Wiener
Privatier Manfred Stohl. Im vom österreichischen OMV-WM-Team
eingesetzten Peugeot 307 errang der 34Jährige zum
zweiten Mal nach Zypern 2005 den Ehrenrang (Rückstand:
1:35,5 Minuten). Damit verbesserte sich Stohl mit
54 Punkten als bester Privatfahrer auf den vierten
Tabellenrang, seine beste WM-Platzierung und die eines
Österreichers.
"Das ist ein wunderschöner Abschluss einer tollen
Saison für mich und Ford", freute sich am Sonntagnachmittag
"Magic" Marcus Grönholm bei der Zielankunft in Cardiff.
Sowohl für ihn mit sieben Jahres-Volltreffern als
auch für Ford mit acht Siegen, in Australien holte
Grönholms Landsmann Mikko Hirvonen seinen ersten Sieg,
war 2006 die erfolgreichste WM-Saison.
Ford und Citroen teilten sich in diesem Jahr mit jeweils
acht Erfolgen nicht nur die Siege, sondern auch die
WM-Titeln. Rekordhalter Loeb (28 Siege) wurde auf
Citroen zum dritten Mal in Folge Fahrer-Champion,
Ford durfte sich beim vorletzten Lauf in Neuseeland
nach 27 Jahren zum zweiten Mal die Markenkrone aufsetzen.
Während Ford mit dem seit 1999 eingesetzten und 24
Mal erfolgreichen Focus auch 2007 startet, schickt
Citroen den seit April 1999 verwendeten Xsara nach
34 Siegen in Rente. Beim offiziellen Citroen-WM-Comeback
2007 wird der neue C4 eingesetzt.
Sektkorken
knallten auch im OMV-Lager. Nicht nur Manfred Stohl
wurde bester WM-Privatier, sondern auch seine OMV-Crew
wurde in der Marken-WM mit dem vierten Platz (88 Punkte)
das erfolgreichste private Team. "Das ist mein größter
und schönster Erfolg", jubelte der 34 Jahre alte Stohl,
der sich beim WM-Finale einen verbissenen Kampf mit
dem viermaligen Groß- britannien-Sieger Petter Solberg
(Subaru Impreza) lieferte und zum vierten Mal in diesem
Jahr eine Podiumsplatzierung erreichte. Vorjahressieger
Solberg, Weltmeister von 2003, kam nach einigen Fahrfehlern
und einem Reifenschaden auf den dritten Rang (Rückstand:
1:55,2 Minuten).
In der 1600er Klasse führte Katrin Becker (Meiningen)
den Esten Jaan Mölder im Suzuki Swift zu dessen ersten
Sieg in der Junior-WM-Wertung und auf den neunten
Tabellenplatz. Aaron Burkart/Kevin Zemanik (Berlin/Plauen)
erreichten im Citroen C2 in der Junior-WM-Klasse den
dritten Platz. Junior-Weltmeister wurde der Schwede
Patrick Sandell auf Renault Clio.