3. Etappe -
OMV-Info:
OMV Peugeot Norway WRT bei Japan-Pemiere
auf Platz 5
* Manfred Stohl/Ilka Minor holen vier Punkte für
die WM-Fahrerwertung * Rally Japan hat den OMV Piloten selbst
am meisten überrascht
* Loeb feiert Sieg Nummer 27 und ist nun alleiniger Rekordhalter
Das OMV Peugeot
Norway World Rally Team darf sich nach seiner Japan-Premiere
feiern lassen. Der Lohn der harten Arbeit über 345,72 Sonder-prüfungskilometer:
Platz fünf und vier Punkte für die Fahrerwertung der FIA
World Rally Championship. Damit sichert Manfred Stohl den
fünften Zwischen-rang ab.
Während der vergangenen drei Tage spielte der OMV Pilot
die Routine von 104 WM-Läufen aus. Dennoch wurde er nicht
nur von der Liebenswürdigkeit der japanischen Bevölkerung
überrascht.
Tadelloses Ergebnis
Manfred Stohl ist sich der in ihn gesetzten Erwartungen
bewusst. Als Top-Pilot in der FIA World Rally Championship
ist es seine Aufgabe möglichst viele Punkte zu sammeln.
Und der OMV Pilot macht seine Sache ausge-zeichnet. Als
Japan-Neuling fuhr er souverän unter die Top-5 und war damit
bestplatzierter Privatier. Den Rückstand auf einen Podestplatz
analysiert der 34-jährige Östereicher als Mischung aus Unkenntnis
der Strecke und den Unterschied zwischen Werks- und Privatteam.
Stohl: "Ich bin mit dieser Platzierung überaus zufrieden,
auch wenn ich natür-lich gerne am Podest gestanden wäre.
Doch bei so einer schweren Rally darf man nicht schon davor
mit Punkten rechnen. Bei den Rallyes heutzutage hilft dir
die Routine nur bedingt weiter. Entscheidend ist, dass man
möglichst oft den jeweiligen Lauf bestreitet. Natürlich
sind diese vier Punkte auch wichtig für die Fahrer-Weltmeisterschaft.
Ich habe mir zu Beginn der Saison vorgenom-men, dass ich
unter die ersten Fünf komme. Diesen Platz konnte ich jetzt
festigen und gegenüber Solberg auch punktemäßig ausbauen."
Fleiß wird belohnt
Gleich zu Beginn des dritten Tages versuchte Stohl nochmals
den vor ihm platzierten australischen Subaru-Werkspiloten
Chris Atkinso anzugreifen. Doch schon auf der zweiten Sonderprüfung
wurde dieses Vorhaben wieder gestoppt. Ein Geräusch im Peugeot
307 WRC entpuppte sich als Getriebe-problem.
"Wir hatten keinen vierten Gang mehr. An sich kein sehr
großes Problem, da man nur sehr schnell von der Dritten
auf die Fünfte schalten muss. Doch es besteht immer die
Gefahr, dass das ganze Getribe darunter leidet und so wurden
wir vorsichtiger", erklärt der OMV Pilot.
Im Service leistete dann die Mechaniker-Crew von Bozian-Racing
ganze Arbeit. Das Getriebe wurde weit unter der zur Verfügung
stehenden Zeit ge-wechselt. Manfred Stohl bedankte sich
beim OMV Peugeot Norway World Rally Team mit der Spitzenplatzierung.
Und der Österreicher fühlte sich bestätigt: "Ich habe schon
vor der Rallye ge-sagt, dass es viele Überraschungen geben
wird. Ich selbst bin am meisten überrascht, denn ich hätte
mir die Rally Japan nicht so schwer vorgestellt. Auch hätte
ich Atkinson weiter vorne erwartet und nicht geglaubt, dass
ich mich mit ihm zwei Tage lang duelliern werde."
Keine Überraschungen dürfte es für den OMV Piloten in knapp
drei Wochen in Zypern geben. Dort war er im Vorjahr Zweiter.
Das beste Resultat seiner Kar-riere.
An Spannung kaum zu überbieten
Ein sehenswertes Duell lieferten einander Sebastien Loeb
(F/Citroen Xsara WRC) und Marcus Grönholm (FIN/Ford Focus
WRC). Am Ende des zweiten Tages betrug der Vorsprung von
Loeb noch 25,6 Sekunden. Der Doppel-weltmeister sah wie
der sichere Sieger aus. Doch Grönholm (Führender nach dem
ersten Tag) gab nicht auf. Der Finne flog über die Schotterstraßen
auf der Insel Hokkaido. Am Schluss fehlten ihm lediglich
5,6 Sekunden auf die Wiederholung seines Vorjahressieges.
Zwar erzielte Grönholm mehr Sonder-prüfungesbestzeiten (15),
doch Loeb (11 SP-Bestzeiten) war beständiger und leistete
sich keine Fehler. Für den französischen Doppelweltmeister
war es der erste Sieg in Japan, jedoch der 27. seiner Karriere,
womit er nun alleiniger Rekordhalter in der Rallyegeschichte
ist. Dritter bei der Rally Japan wurde Mikko Hirvonen (FIN/Ford).