Weltmeister
Loeb baut mit drittem Saisonsieg
WM-Führung aus
Stohl holt mit Platz sieben zwei WM-Punkte
Der
französische Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb ist mit seinem
dritten Saisonsieg seiner erfolgreichen Titelverteidigung
ein großes Stück näher gekommen. Der WM-Spitzenreiter wiederholte
im Citroen Xsara seinen Vorjahressieg bei der Rallye Korsika
und baute nach dem fünften WM-Lauf seine Führung auf 46 Punkte
aus. Der Finne Marcus Grönholm, der im Ford Focus den zweiten
Platz (Rückstand: 29,0 Sekunden) erreichte, liegt nun elf
Zähler hinter Loeb. In der Marken-WM konnte sich der Titelverteidiger
Citroen (59 Punkte) leicht um drei Zähler vom Rivalen Ford
absetzen.
"Es lief mal wieder alles perfekt. Gegen Ende habe ich mich
an den Zeiten der Konkurrenz orientiert und bin nur die Zeiten
gefahren, die für den Sieg reich-ten", meinte der 32 Jahre
alte Loeb zu seinem 23. Gesamtsieg. In der ewigen Siegerliste
teilt er sich mit dem Finnen Juha Kankkunen den vierten Platz.
"Der zweite Platz bei einer Asphalt-Rallye ist für mich ein
sehr gutes Ergebnis. Gegen Loeb hatte ich hier ohnehin keine
Chance", sagte Grönholm, der die beiden ersten WM-Läufe in
Monte Carlo und Schweden gewonnen hatte.
Während Loeb gefahrlos seinen zweiten Korsika-Sieg erzielte
und Grönholm einen sicheren zweiten Rang erreichte, wurde
der letzte Podiumsplatz erst kurz vor dem Ziel entschieden.
Nach einem während der ganzen Rallye an-dauernden Kampf setzte
sich der spanische Citroen-Pilot Daniel Sordo (Rückstand:
1:48,7 Minuten) um 10,5 Sekunden gegen seinen finnischen Kontrahenten
Mikko Hirvonen (Ford Focus) sich.
Nach
einem verhaltenen Start gab es für den Wiener Manfred Stohl
ein ver-söhnliches Ende auf der Mittelmeerinsel Korsika. Stohl
fuhr im Peugeot 307 des OMV-WM-Teams aus Österreich auf den
siebten Platz (Rückstand: 5:01,3 Minuten), mit er seinen vierten
WM-Rang mit 13 Punkten verteidigte. "Erst als wir die Fahrwerkseinstellungen
geändert hatten, konnten wir endlich vernünftige Zeiten fahren",
erklärte Stohl, der beim nächsten WM-Lauf in Argentinien (29.
- 30. April) seine 100. WM-Rallye bestreitet. |