Grönholm feierte 20. Sieg - Ford den 50. Triumph
Der
Finne Marcus Grönholm hat sich selbst beim zweiten Lauf zur
Rallye-Weltmeisterschaft im winterlichen Schweden das schönste
Geschenk zum 38. Geburtstag gemacht. Der zweifache Weltmeister
erzielte bei seinem zweiten Ford-Einsatz seinen 20. Gesamtsieg.
Der dreifache Familienvater sorgte zudem für den 50. Triumph
für Ford. Nach 19 vereisten und verschneiten Prü-fungen fuhr
Grönholm bei seinem vierten Schweden-Erfolg einen Vorsprung
von 30,9 Sekunden auf den französischen Weltmeister Sébastien
Loeb im Citroen Xsara heraus.
"Toll, einfach nur toll. Ich könnte die ganze Welt umarmen",
jubelte der Jubilar Grönholm am Sonntagmittag im schwedischen
Karlstad. "Um diesen Sieg musste ich aber bis zum Schluss
kämpfen. Sébastien Loeb hat es mir nicht leicht gemacht."
Mit seinem zweiten Saisonerfolg baute Grönholm, der vom Start
weg bis ins Ziel führte, seine WM-Führung auf maximal 20 Punkte
aus und setzte sich um vier Zähler vom WM-Zweiten Loeb ab.
In der Marken-wertung verteidigte Ford mit 26 Punkten und
nur zwei Zählern Abstand vor dem belgischen Kronos-Citroen-Team
die Tabellenspitze.
"Mir war der zweite Platz wichtiger, als in einer Schneebank
zu landen. Trotz-dem habe ich immer wieder attackiert, aber
Marcus war einfach zu schnell", meinte der vierfache Deutschland-Sieger
Loeb. Die letztlich fruchtlosen Attacken des letztjährigen
Rekordsiegers Loeb (zehn Siege 2005) spiegelt auch die Bestzeiten-Bilanz
wider. Loeb gewann von den 19 Entscheidungen acht, Grönholm
zehn, eine Bestzeit sicherte sich der italienische Mitsubishi-Privatfahrer
Gianluigi Galli.
Das Duell der Rallye Schweden und damit den spannendsten Zweikampf
in der WM seit Jahren aber lieferten sich die beiden Mitsubishi-Privatpiloten
Daniel Carlsson aus Schweden und Galli. Am Finaltag tauschten
die beiden Privatiers mehrmals die Plätze drei und vier. Noch
vor der letzten Entscheidung lagen die beiden Kontrahenten
nur zwei Zehntelsekunden auseinander. Am Ende aber entschied
Carlsson den letzten Podiumsplatz (Rückstand: 2:56,8 Minuten)
um sieben Sekunden für sich.
Der Vorjahressieger Subaru erlebte eine Rallye der Pleiten,
Pech und Pannen. Nach diversen technischen Problemen am Impreza
erreichte der letztjährige Schweden-Gewinner Petter Solberg
aus dem benachbarten Norwegen mit einem Rückstand von 20:20,3
Minuten nur den 20. Platz, wurde aber später ausgeschlossen,
weil er auf der 19. Prüfung nicht in den vorgeschriebenen
20 Minuten gestartet war. Sein australischer Teampartner Chris
Atkinson, auch mit Problemen belastet, belegte den elften
Rang (Rückstand: 11:33,5 Minuten). Der dreifache Marken-Champion
(1995 - 1997) belegt mit acht Punkten nur den vierten Platz
hinter dem österreichischen OMV-Team mit zehn Zählern, dank
Henning Solberg auf dem vierten Platz in der Marken-Wertung.
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