05. August
2007:
Grönholm
baut mit viertem Saisonsieg WM-Spitze aus
* Loeb hofft auf sein "Heimspiel"
in Deutschland
Der Finne
Marcus Grönholm wird nach seinem vierten Saisonsieg
beim neunten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in seiner
Heimat als klarer Tabel-lenführer zum deutschen WM-Gastspiel
(16. - 19. August) kommen. Der 39-jährige Vize-Champion
verwies mit seinem 29. Gesamtsieg im Ford Focus seinen
Landsmann und Teampartner Mikko Hirvonen um 24,2 Sekunden
auf den Ehrenrang.
Der dreifache französische Weltmeister Sébastien Loeb
resignierte bereits zur Mitte der Rallye. Mit seinem
Citroen C4 betrieb der erfolgsverwöhnte Rekordhalter
(32 Gesamtsiege) beim finnischen Schotter-Grand Prix
nur noch Schadensbegrenzung und gab sich mit dem letzten
Podiumsplatz und einen Respektabstand von 1:09,9 Minuten
zufrieden. Grönholm erhöhte mit seinem dritten Triumph
hintereinander sein WM-Punktekonto auf 75 Zähler und
setzte sich um 13 Punkte vom zweitplatztierten Titelverteidiger
Loeb weiter ab.
"Wir hatten in der Tat eine perfekte Rallye. Unser neuer
Ford hat sich auf An-hieb als Siegerauto gezeigt. Als
Finne freut man sich natürlich besonders, wenn man seine
Heimrallye gewinnt", jubelte Grönholm, der mit seinem
siebten Heimsieg den bisherigen Rekord seines Landsmannes
Hannu Mikkola egalisierte. Während Mikkola, Weltmeister
von 1983, 16 Jahre für seine sieben Siege benötigte,
schaffte es der zweifache Titelgewinner Grön-holm (2000/2002)
in nur acht Jahren. Auf 17 der insgesamt 23 Schotter-prüfungen
setzte der Sieger die Bestmarke. Zu der in seiner Heimat
er-warteten Rücktrittserklärung zum Saisonende sagte
Grönholm nichts.
"Wir kämpften in Finnland mit stumpfen Waffen. Gegen
die Finnen und Ford hatten wir diesmal keine Chance.
Jetzt müssen wir in Deutschland alles richten", erklärte
Loeb, der beim deutschen WM-Lauf, von 16. bis 19. August
in Trier, mit dem sechsten Deutschland-Sieg in Folge
beiu seinem "Heim-spiel" seine Titelchancen
verbessern möchte.
In der Marken-Wertung baute der Weltmeister Ford (61
Siege) mit seinem dritten Doppelsieg in diesem Jahr
und dem insgesamt zwölften Doppelschlag seine Führung
auf 132 Punkte und mit einem klaren Vorsprung von 40
Zäh-lern zum dreifachen Titelgewinner Citroen aus.
Während der Norweger Petter Solberg, Weltmeister von
2003, zur Mitte der Rallye Finnland wegen Unfahrbarkeit
seines Subaru Impreza das Handtuch warf, erreichte sein
australischer Teamkollege Chris Atkinson den vierten
Platz (Rückstand: 3:02,8 Minuten). Sein älterer Bruder
Henning rangierte im privaten Ford Focus auf dem fünften
Platz (Rückstand: 4:29,4 Minuten).