14. Oktober
2007:
Weltmeister Loeb wahrt mit siebtem Saisonsieg
Titelchancen
* Andersson Junioren-Weltmeister
Der Titelkampf in der Rallye-Weltmeisterschaft hat sich
nach dem 13. Lauf auf Korsika weiter verschärft. Vor den
letzten drei Entscheidungen hat der dreifache französische
Weltmeister Sébastien Loeb (Citroen C4) mit seinem siebten
Saisonsieg seinen Rückstand zum führenden Finnen Marcus
Grön-holm, der bei der Rallye Korsika im Ford Focus mit
einem Rückstand von 23,7 Sekunden Zweiter wurde, von sechs
auf vier Punkte reduziert. "Ich musste bis ins Ziel hart
gegen Grönholm kämpfen", äußerte sich Titelver-teidiger
Loeb zu seinem 35. Rekordsieg und seinem Korsika-Hattrick.
"Ich habe noch nie so oft auf das Display geschaut wie bei
dieser Rallye. Ich hatte immer ein Auge auf die Zwischenzeiten
von Marcus, der mich mit sei-nem Tempo zu Höchstleistungen
zwang", sagte 33jährige Loeb am Sonn-tagmittag bei der Zielankunft
in der korsischen Hauptstadt Ajaccio.
"Ich habe hier wirklich alles gegeben, mehr ging wirklich
nicht", resignierte der 39 Jahre alte Grönholm, der zum
Saisonende seine Karriere beenden wird. "Ohne Loeb würde
ich mich jetzt als einen Asphaltspezialisten be-trachten."
Der Puffer Daniel Sordo wie vor einer Woche in Spanien,
als Sordo in seiner Heimat Zweiter hinter seinem Citroen-Partner
Loeb wurde, stach auf Korsika nicht. Mit einem Rückstand
von 44,3 musste sich der WM-Vierte Sordo hin-ter Grönholm
auf dem dritten Rang einreihen. Statt der geplanten vier
Zähler konnte Loeb bei seinem WM-Heimspiel nur zwei Punkte
auf Grönholm gut-machen. In der Marken-WM ist der Vorsprung
des führenden Titelverteidigers Ford zum Verfolger Citroen
von 39 auf 31 Punkte geschmolzen.
Das Titelduell des einstigen Kunstturners Loeb gegen den
Landwirt Grön-holm ist auch der Zweikampf Asphaltspezialist
gegen Schotterexperten. Die Charakteristik der letzten drei
Läufe könnte für einen Vorteil von Grönholm sprechen, denn
mit Japan (Ende Oktober) und Wales (Anfang Dezember) stehen
noch zwei Schotter-Rallyes an. Beim vorletzten Lauf auf
irischem Asphalt Mitte November hat Loeb wieder einen Joker.
Die Bilanz spricht allerdings für Loeb.
Während der sechsfache Deutschland-Sieger Loeb 17 seiner
35 Siege auf Schotter gewinnen konnte, fehlt dem zweifachen
Titelgewinner Grönholm (2000 und 2002) trotz seiner 30 Gesamtsiege
immer noch ein Triumph auf Asphalt. Im letzten Jahr gewann
Loeb zudem in Japan. Außerdem kennt er durch zwei Gaststarts
die Charakteristik der engen irischen Straßen, die für Grön-holm
absolutes Neuland sind. Im Vorjahr wurde Loeb trotz der
Zwangspause wegen seiner Oberarmfraktur bereits beim drittletzten
Lauf in Neuseeland kampflos zum dritten Mal Weltmeister.
In diesem Jahr aber ist der Titelkampf offen.
Die Junior-WM gewann zum zweiten Mal nach 2004 der Schwede
Per-Gunnar Andersson im Suzuki Swift.
Aaron Burkart/Michael Kölbach (Berlin/ Winterwerb)
nach zwei problemreichen Tagen im Citroen C2 den 25. Ge-samtplatz
(Rückstand: 30.12,6 Minuten) und in der Wertung der
Junior-WM den siebten Platz.
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