3.
Etappe - 11. Februar:
Fünfter
Schweden-Sieg von Grönholm vor Weltmeister
Loeb
* Stohl auf Rang sieben
Der Finne Marcus Grönholm hat zum fünften Mal seit 2000
den schwe-dischen WM-Klassiker gewonnen. Nur der Schwede
Stig Blomqvist war bei seinem WM-Heimspiel mit sieben
Siegen (1973 bis 1984) erfolgreicher. Der 39 Jahre alte
Vorjahressieger Grönholm fuhr im Ford Focus nach 20
ver-schneiten Prüfungen (= 341,20 km) und 1.730 Gesamtkilometern
im schwe-dischen Värmland bei seinem 26. Gesamtsieg
einen komfortablen Vorsprung von 53,8 Sekunden auf den
dreifachen französischen Weltmeister und Titelverteidiger
Sébastien Loeb (Citroen C4) heraus. Mit seinem zweiten
Platz konnte Auftaktsieger Loeb mit 18 Punkten und einen
Abstand von zwei Zählern zu Grönholm seine Spitzenposition
in der Tabelle nach zwei von 16 Läufen verteidigen.
Den dritten Rang (Rückstand: 1:41,5 Minuten) und auch
den dritten WM-Platz (10 Punkte) sicherte sich der Finne
Mikko Hirvonen im zweiten Ford Focus vor dem norwegischen
Ford-Privatier Henning Solberg (Rückstand: 2:09,8 Minuten).
"Schweden ist einfach meine Lieblingsrallye. Ich mag
sie, sie scheint auch mich zu mögen. Es war für uns
eine perfekte Rallye", sagte der zweifache Ex-Champion
Grönholm, der im Millennium an dieser Stätte seinen
ersten Sieg erzielte. "Heute Morgen habe ich noch etwas
langsam gemacht, dann hat es mich gekribbelt und ich
habe noch einmal Tempo gemacht", führte der letztjährige
Vize-Champion, der als Angehöriger der schwedischen
Minderheit in Finnland die Rallye Schweden auch als
sein Heimspiel ansieht, zum 57. Laufsieg von Weltmeister
Ford weiter aus. In der Marken-WM konnte der dreifache
Titelgewinner Citroen seine Führung mit 27 Punkten knapp
mit einem Zähler vor Ford behaupten.
"Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Wir haben unseren
zweiten Platz, und was noch wichtiger ist, unsere Führung
in der Weltmeisterschaft verteidigt. Es hätte bei unserem
Rückstand keinen Sinn gemacht, Grönholm anzu-greifen
und deswegen ein großes Risiko einzugehen", sagte der
fünffache Deutschland-Sieger Loeb, der mit 29 Erfolgen
den Rekord in der Ewigen Siegerliste vor dem Spanier
Carlos Sainz und Grönholm mit je 26 Triumphen hält.
Für den Wiener Manfred Stohl gab es nach einigen Bremsproblemen
am privat eingesetzten Citroen Xsara des österreichischen
OMV-WM-Teams mit dem siebten Platz (Rückstand: 5:12,5
Minuten) noch ein versöhnliches Ende. "Bei diesen tiefen
Temperaturen hatten wir nicht mehr die optimalen Reifen.
Wir mussten auf Reifen mit kürzeren Spikes zurückgreifen,
weil die anderen Reifen mit den längeren Spikes schon
aufgebraucht waren. Deswegen fehlte uns der Grip", erklärte
der letztjährige WM-Vierte Stohl.
Bereits am kommenden Freitag geht die Weltmeisterschaft
mit der WM-Premiere in Norwegen in die dritte Runde.
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