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30. März
2008:
Weltmeister Loeb erobert mit 39. Gesamtsieg
WM-Führung
zurück
* Aigner/Wicha feiern mit achtem Platz den ersten PRWC-Sieg
Der vierfache Weltmeister Sébastien Loeb aus Frankreich hat
mit dem 39. Rallye-Sieg seiner Karriere bei der Rallye Argentinien
wieder die WM-Führung übernommen. Bei seinem Rekord in Argentinien,
wo der Titelverteidiger als erster Pilot viermal in Folge
gewonnen hat, hielt der 33-Jährige im Citroen C4 den zweitplatzierten
australischen Subaru-Piloten Chris Atkinson um 2:33,2 Minuten
auf sichere Distanz.
Loebs spanischer Teamkollege Daniel Sordo sicherte sich bei
der argentini-schen Schlammschlacht mit einem Rückstand von
4:04,7 Minuten den letzten Podiumsplatz. Mit seinem dritten
Saisonsieg beim vierten WM-Lauf löste Loeb mit 30 Punkten
den Finnen Mikko Hirvonen, der sich im Ford Focus nach seinem
Pech am Freitag vom 25. auf den fünften Rang (Rückstand: 25:15,3
Minuten) zurückgekämpft hatte, mit fünf Zählern Vorsprung
an der Tabellen-spitze ab.
"Ich bin froh, dass wir diese sehr schwere Rallye überstanden
und dann auch noch gewonnen haben", freute sich der Wahl-Schweizer
Loeb, der zudem aber auch das Reifen-Reglement kritisierte.
"Es war soviel Schlamm auf den Pisten, dass man jederzeit
abfliegen konnte. Es ist eine Schande, dass wir - und das
gilt für jeden - nicht die Reifen bei diesen Bedingungen wenigstens
etwas nachschneiden durften. Es wurde soviel über unsere Sicherheit
diskutiert. Das Nachschneiden wäre hier eine ganz einfache
Sicherheitsmassnahme ge-wesen."
In der WM-Wertung der Produktionswagen feierten der einzige
Deutsche Klaus Wicha (Bad Karlshafen) und sein österreichischer
Fahrer Andreas Aigner mit dem achten Gesamtrang (Rückstand:
28:59,3 Minuten) im privaten Mitsubishi Lancer ihren ersten
Sieg.
Trotz der beiden Podiumsplätzen von Citroen mit dem Sieger
Loeb und dem Dritten Sordo bleibt der dreifache Weltmeister
und Titelverteidiger Ford in der Marken-WM mit 44 Punkten
und drei Zählern Vorsprung in Führung. Der WM-Spitzenreiter
wurde allerdings bei der südamerikanischen "Safari" arg gebeutelt
und musste etliche Rückschläge einstecken. Hirvonen führte
bis zur fünften Entscheidung und musste wegen eines Aufhängungsschadens
den ersten Rallyetag vorzeitig beenden. Nach dem erlaubten
Re-Start kämpfte er sich bis auf den fünften Platz zurück
und sicherte Ford die Führung in der Marken-WM.
Die Pechvögel am Finaltag des südamerikanischen WM-Laufes
waren der Norweger Petter Solberg und Subaru. Auf dem zweiten
Platz liegend musste der Weltmeister von 2003 seinen Impreza
wegen eines Elektrikdefektes abstellen. Damit war für den
dreifachen Titelgewinner Subaru (1995 bis 1997) der Traum
von der ersten Podiumsplatzierung zweier Impreza-Piloten seit
November 2003 in Großbritannien geplatzt. Die japanische Ehre
rettete Atkinson, der nach Mexiko zum zweiten Mal den zweiten
Platz belegte und mit 22 Punkten auf den dritten WM-Rang vorrückte.
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