Nach
1. Etappe:
Deutschland
bleibt Loeb-Land
* Sébastien
Loeb ist in Deutschland einfach nicht zu schlagen. Wie
seit 2002 üblich lag er im Citroën nach dem ersten Tag wieder
vorne.
Der sechsfache
Rekord-Champion aus Frankreich hat sich im Citroën C4 seit
der deutschen WM-Premiere 2002 zum siebten Mal ununterbrochen
den Sieg nach dem ersten Tag gesichert. Nach den sechs Tagesprüfungen
in den kurv-enreichen Mosel-Weinbergen in Trier hatte der
36-Jährige einen Vorsprung von 9,5 Sekunden auf seinen spanischen
Stallgefährten Dani Sordo.
«Ich habe heute hart gepuscht, das hat sich ausgezahlt»,
meinte der Aus-nahmepilot Loeb. Auf der letzten Tagesentscheidung
hätte der 58-fache Rekordsieger fast seine Führung verspielt.
«Ich bin etwas von der Strecke ge-rutscht. Zum Glück nicht
ganz. Ich musste nur etwas zurücksetzen», er-gänzte Loeb
der trotz dieses Patzers dort seine vierte Bestzeit der
achten deutschen WM-Auflage notierte.
Gegen die starke Dominanz des französischen Zwei-Zacken-Teams
auf südwestdeutschem Asphalt hatte Ford wieder einmal nicht
die Spur einer Chance. Bester Focus-Pilot aus dem Lager
der «Blauen» war der Finne Jari-Matti Latvala, der den erstmals
den vorausgegangenen Lauf in seiner fin-nischen Heimat gewonnen
hatte. Sein Rückstand auf Loeb betrug allerdings schon 1:04,7
Minuten. «Loeb ist einfach zu schnell. Dem kann ich nicht
folgen. Ich konzentriere mich auf meine Leistung», sagte
Latvala, dessen Landsmann und Ford-Teampartner Mikko Hirvonen
sich auf dem fünften Platz (Rückstand: 1:14,5 Minuten) um
3,6 Sekunden hinter dem französischen Tabellenzweiten Sébastien
Ogier im Cr4 des Citroën Junior-Teams einordnen musste.
Dessen Teamkollege, der ehemalige Formel 1-Weltmeister Kimi
Räikkönen aus Finnland, notierte bei seinem ersten Rallyeauftritt
in Deutsch-land den neunten Platz (3:22,8 Minuten zurück).
Bester Deutscher war wie beim letzten deutschen WM-Gastspiel
2008 Hermann Gaßner junior (Surheim) auf dem 23. Rang (10:23,7
Minuten zu-rück). In der WM-Wertung für seriennahe Produktionswagen
erreichte der Deutsche Rallye-Meister bei seinem zweiten
Saisonstart im Mitsubishi Lancer den vierten Rang und lag
damit eine Minute hinter dem portu-giesischen Titelverteidiger
Armindo Araujo, ebenfalls Mitsubishi. Gleich auf der ersten
Sonderprüfung wurden die beiden durch einen Unfall eines
Vor-dermannes stark gebremst und mussten danach langsam
wieder den Rhythmus finden. Doch Gassner blieb in der Folge
konstant schnell und auch in Distanz zu einem Podiumsplatz.
Der Deutsche fuhr problemlos, fehlerfrei und war zu Beginn
auf P5 zu finden. Schließlich verbesserten sich Gassner/
Wüstenhagen nach den ersten sechs Sonderprüfungen sogar
noch auf P4.Zum angestrebten Podiumsplatz fehlen dem jungen
Deutschen nur 25 Sekunden.
In der WM-Wertung der Super 2000-Fahrzeuge konnte sich Martin
Prokop im Ford Fiesta gegen ein starkes Aufgebot von Skoda,
angeführt von P-G. An-dersson vor Patrik Sandell und Eyvind
Brynildsen durchsetzen. Beim vierten Lauf zur Junior-WM
wahrte Aaron Burkart im Suzuki Swift trotz seines Miss-geschicks
auf der ersten Prüfung seine Titelchancen, nachdem sein
Rivale, der Tabellenführer Kevin Abbring dort nach einen
Unfall vorzeitig ausschied. Burkart rangierte mit einem
Rückstand von 2:29,1 Minuten auf den führenden Hans Weijs
(Citroën C2 R2) auf dem drittenj Platz.