Nach
2. Etappe:
Latvala
feiert ersten Heimsieg
* Jari-Matti
Latvala wehrte bis ins Ziel die Citroën-Attacken gekonnt ab
und feierte seinen ersten Triumph beim prestigeträchtigen
Heimspiel.
Für Jari-Matti
Latvala hat sich der Traum eines jeden finnischen Rallyefahrers
erfüllt. Der 25-Jährige gewann im Ford Focus erstmals sein
Heimspiel in der Rallye-Weltmeisterschaft. Nach 19 Schotterprüfungen
hatte Latvala bei sei-nem vierten Laufsieg einen Vorsprung
von 10,1 Sekunden auf Sébastien Ogier im offiziellen Citroën
C4. Dessen Citroën-Teampartner Sébastien Loeb hielt sich
beim achten WM-Lauf etwas zurück und kam auf dem dritten
Platz (Rückstand: 26,0 Sekunden) ins Ziel in der finnischen
Universitätsstadt Jyväskylä. Loeb wird am dritten August-Wochenende
als weiterhin klar in der WM mit 165 Punkten Führender zum
deutschen WM-Lauf in Trier kommen, der Tabellenzweite Ogier
hat einen Rückstand von 48 Zählern auf Loeb.
«Mein Traum war es schon immer, hier zu gewinnen. Jetzt
hat er sich erfüllt», freute sich Latvala über seinen Heimat-Triumph,
der ihn in der Tabelle mit nun 105 Punkten auf den dritten
Platz vorrücken ließ. Ohne Punkte blieb hingegen sein Ford-Teampartner
Mikko Hirvonen. Der Vize-Champion, der im letzten Jahr auch
erstmals sein WM-Heimspiel gewonnen hatte, war am seinem
30. Geburtstag nach seinem Unfall am Freitagmorgen nur noch
Zuschauer. «Um diesen Sieg musste ich allerdings bis ins
Ziel hart kämpfen, weil Sébastien Ogier bis zum Schluss
stark attackierte.» In der Hersteller-WM baute der Titelverteidiger
Citroën seine Führung auf 265 Punkte und zu einem Vorsprung
von inzwischen 65 Zählern zu Ford aus.
Ein fast schon gelungenes WM-Comeback nach achtjähriger
Pause feierte der vierfache Titelgewinner Juha Kankkunen
im Ford Focus. Der 23-fache Laufsieger (52 Jahre) erreichte
mit einem Rückstand von 7:49,0 Minuten einen beachtlichen
achten Platz. Der Formel 1-Weltmeister von 2007 Kimi Räik-könen,
der am Freitagabend noch auf dem achten Platz ins Tagesziel
gekom-men war, verspielte am Samstagmorgen alle Chancen
auf eine Platzierung unter den besten Zehn, als er seinen
Citroën C4 schon gleich am Morgen neben der Schotterpiste
im Unterholz versenkte und dadurch mehr als 15 Minuten verlor.
Am Ende schaffte er bei seinem Heimspiel, bei dem er im
letzten Jahr sein WM-Debüt gab, den 25. Platz (Rückstand:
23:15,3 Minuten)
Den sechsten von 10 Läufen zur Super 2000-WM dominierte
Skoda. Der IRC-Spitzenreiter Juho Hänninen war auch bei
seinem WM-Gastauftritt in seiner finnischen Heimat spitze
und lag auf den neunten Gesamtplatz 1:10,7 Minu-ten vor
seinem schwedischen Skoda-Kollegen Per-Gunnar Andersson
und 1:30,0 vor dessen Landsmann Patrik Sandell im Red Bull-Fabia
2000. In der Tabelle blieb Xavier Pons, der in Finnland
mit seinem Ford Fiesta S2000 nicht am Start war, mit 86
Punkten vorne. Den zweiten Platz mit jeweils 58 Zählern
teilen sich der ausgeschiedene Jari Keto (Ford Fiesta) und
Andersson.
Die fünfte von neun Runden zur Produktinswagen-WM ging an
den Esten Ott Tanak mit einem Vorsprung von 1:28,2 Minuten
auf seinen einheimischen Mitsubishi-Kollegen Jukka Ketomäki
und 3:06,0 Minuten auf den jungen Neuseeländer Hayden Paddon,
der das Lancer-Podium komplettierte. Trotz seiner Abwesenheit
bleibt Armindo Araujo (Mitsubishi) mit 58 Punkten vor Patrik
Flodin (Subaru/50 Zähler) in der Tabellen vorne.