Nach
3. Etappe:
Rekord-Champion
Loeb deklassiert Konkurrenz
* Sébastien
Loeb zeigte sich auch beim vierten WM-Lauf in der Türkei
unschlagbar und flog den Verfolgern davon.
Sébastien
Loeb hat im Citroën C4 beim vierten Lauf zur Rallye-Weltmeister-schaft
in der Türkei seinen dritten Saisonsieg in Folge eingefahren.
Nach 21 gewerteten Prüfungen hatte der 36-jährige Titelverteidiger
einen deutlichen Vorsprung von 54,5 Sekunden auf seinen
norwegischen Markenkollegen Petter Solberg im privaten C4.
Mit seinem 57. Gesamtsieg baute der sechs-fache Rekord-Weltmeister
seine WM-Führung auf 93 Punkte aus und liegt nun 40 Zähler
vor Petter Solberg. Vize-Champion Mikko Hirvonen erreichte
im Ford Focus bei der Zielankunft am Bosporus mit einem
Rückstand von 1:43,4 Minuten den dritten Rang, den er auch
mit 52 Punkten in der WM-Tabelle belegt.
"Das war eine sehr schwierige und harte Rallye", sagte der
Rallye-"Titan" Loeb. "Ich bin sehr glücklich. Das ist wahrlich
ein sehr schöner Sieg." In der Hersteller-Wertung führt
der Titelverteidiger Citroën mit 126 Punkten und 25 Zählern
vor Ford.
Der Berliner Aaron Burkart fuhr im "Rallyezwerg" vom Typ
Suzuki Swift auf dem zehnten Gesamtrang (Rückstand: 27:04,7
Minuten) seinen ersten Punkt in der offiziellen Fahrer-WM
ein. Wichtiger aber war für den 27-jährigen Stu-denten,
dass er beim Saisonauftakt der Junior-WM zum zweiten Mal
nach seinem Irland-Sieg 2009 souverän die Nachwuchswertung
um 3:53,7 Minuten vor Alessandro Broccoli (San Marino) im
Renault Clio gewann. "Das war bei dieser sehr schweren Rallye
wirklich ein perfekter Saisonstart", freute sich der Junioren-Vizechampion
von 2008 über seinen Erfolg.
Ein beachtliches Ergebnis erzielte der Motorsport-Umsteiger
Kimi Räikkönen. Der Formel 1-Weltmeister von 2007 erreichte
bei seinem vierten offiziellen WM-Start im C4 des Citroën
Junior-Teams mit dem fünften Platz (Rückstand: 6:44,3 Minuten)
sein bestes Rallyeresultat. Hierfür bekam zehn Punkte und
rangiert jetzt mit 14 Zählern auf dem zehnten Tabellenplatz.
"Das war fast ein perfektes Wochenende, von einem Reifenschaden
abgesehen, aber der gehört zum Rallyesport", freute sich
Räikkönen.
Sein Teampartner Sébastien Ogier, der von der dritten Prüfung
bis zu seinem Reifenpech auf der 15. Entscheidung führte,
kam als Vierter (3:46,0 Minuten) ins Istanbuler Ziel. Ogiers
Reifenwechsel spielte Loeb die Führung in die Hände. Mit
sieben Bestzeiten sicherte sich der gebürtige Elsässer seinen
dritten Triumph in der Türkei, wo er 2004 seine erste Schotterrallye
gewonnen hatte. Pech hatte sein Teampartner Dani Sordo.
Auf dem vierten Platz liegend musste er den C4 in der 21.
Prüfung abstellen. Die ersten beiden Prüfungen wurden nach
den heftigen Regenfällen aus Sicherheitsgründen abgesagt,
konnten aber im zweiten Durchgang absolviert werden.