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Vieter DM-Lauf - 18. ADAC-Rallye Deutschland
(1. bis 3. Juli 1999) - Adenau





Deutscher Meister und DM-Spitzenreiter
Armin Kremer.


18. Int. ADAC-Rallye Deutschland
Ergebnis 2. Etappe (Samstag, 3. Juli 1999)

 

2. Etappe: Adenau - Piesport - Adenau
10 WP's = 159,76 km
Start: 07.00Uhr - Ziel: 19.34 Uhr
Gestartet: 50 von 64 Teams

Armin Kremer baut mit erstem Deutschland-Sieg DM-Führung weiter aus
Bertone erobert EM-Spitze wieder zurück

Die Sektkorken knallten im Subaru-Lager des Holzer-Teams diesmal besonders kräftig, denn der amtierende Deutsche Meister Armin Kremer (Friedrichsruhe) erfüllte sich bei der 18. Internationalen ADAC-Rallye Deutschland einen lang gehegten Traum. Zusammen mit seinem Beifahrer Fred Berßen (Berlin) gewann er auf dem Subaru Impreza WRC erstmals den deutschen EM-Klassiker. Nach 20 sehr anspruchsvollen Prüfungen und knapp 780 Rallyekilometer fuhren die beiden beim vierten DM-Lauf ihren vierten Saisonsieg mit dem klaren Vorsprung von 3.23 Minuten auf Niki Schelle/Gerhard Weiß (Hohenpeißenberg/München), die damit im Opel Astra Kit-Car die Formel 2 gewannen, ein. Mit diesem Sieg bauten Kremer/Berßen ihre DM-Führung auf exakt 200 Punkte aus und dürfen sich jetzt mit dem imaginären Titel eines Halbzeitmeisters schmücken. Schelle/Weiß festigten mit dem zweiten Gesamtrang mit 167 Punkten ihren zweiten Tabellenplatz. "Es war eine sehr harte Rallye. Ich bin unheimlich froh, daß ich hier endlich gewonnen habe", war der Kommentar des glücklichen Siegers.

In der Europameisterschaft, in der bei der ADAC-Rallye der sechste von zehn Läufen mit dem Höchstkoeffizienten 20 ausgetragen wurde, eroberte der Italiener Enrico Bertone, der 1995 diese Rallye gewann und im gleichen Jahr Europameister wurde, die Tabellenspitze wieder zurück. Im Renault Mégane Maxi fuhr er mit einem Rückstand von 7.52,7 Minuten zu Kremer hinter den Niederländern Mark Brijer/Hans van Goor (Ford Escort) auf den vierzten Platz.

Die Gruppe N gewannen wie im Vorjahr Sven Haaf/Dieter Hawranke (Windeck/Kassel) im Mitsubishi Carisma GT vor ihren holländischen Markenkollegen Peter Bijvelds/Piet Bijvelds. Aufgrund der vielen Reifenschäden auf der ersten Etappe kamen Hermann Gaßner/Siegfried Schrankl (Surheim/Obing) im Proton Pert nur auf den zehnten Gesamtrang und den dritten Gruppe N-Platz. In der DM-Tabelle blieben sie aber mit 135 Punkten auf dem dritten Platz, gefolgt von Haaf/Hawranke mit 108 Zählern. Erneut eine gute Votrstellung boten die beiden Damen Janina Depping/Susanna Moufang(Nedlitz/Nidda), die im Ford Escort Cosworth auf den achten Platz fuihren. In der DM belegen sie mit 90 Punkten den siebten Platz.

Die Pechvögel des zweiten Rallyetages waren Carsten Mohe/Michael Kölbach, die ihren zweiten Gesamtrang verloren, als sie auf der WP 13 mit ihrem Renault Mégane Maxi von der Strecke abflogen, mehr als fünf Minuten verloren und auf Rang zehn abfielen. Sie kämpften sich dann noch auf den fünften Endrang vor. Nach der WP 17 ließ Uwe Nittel (Pommertsweiler) den Mercedes 190 wegen eines drohenden Motorschadens ausrollen.

DM-Stand nach 4 von 8 Läufen:
1. Kremer/Berßen: 200 Punkte
2. Schelle/Weiß: 167
3. Gaßner/Schrankl: 135
4. Haaf/Hawranke: 108
5. Mohe/Kölbach: 101
6. Dobberka/Weiß: 100
7. Depping/Moufang: 90
8. Steinacker/Schmidt: 72
8. Teubner/Beese: 72
10. Stock/Ruf: 64



Pl.

Nach WP 20 (= Ende)
Team/Nat/Fahrzeug
Zeit    
zurück

WP20 (10,00 km)
Fahrer

Zeit
zur.
1

Kremer/Berßen (D/D)
Subaru Impreza WRC

2:34.39,0
Kremer
6.23,5"
2
Schelle/Weiß (D/D)
Opel Astra Kit-Car
+ 3.23,0"
Mohe
+ 10,2"
3
Brijer/Van Goor (NL/NL)
Ford Escort
+ 4.50,0"
Schelle
+ 17,7"
4
Bertone/Chiapponi (I/I)
Renault Mégane Maxi
+ 7.52,7"
Brijer
+ 20,7"
5
Mohe/Kölbach (D/D)
Renault Mégane Maxi
+ 8.06,5"
Sibera
+ 23,1"
6
Sibera/Gross (CZ/CZ)
Skoda Octavia Kit-Car
+ 8.24,7"
Depping

+ 24,6"

7
Haaf/Hawranke (D/D)
Mitsubishi Carisma GT
+ 8.58,2"
Haaf
+ 25,1
8
Depping/Moufang (D/D)
Ford Escort Cosworth
+ 10.13,9"
Gaßner
+ 27,5"
9
Bijvelds/Bijvelds (NL/NL)
Mitsubishi Lancer
+ 11.17,6"
Steinacker
+ 43,3"
10
Gaßner/Schrankl (D/D)
Porton Pert
+ 11.27,3"
Bijvelds
+ 43,7"

 

 

18. Int. ADAC-Rallye Deutschland
Ergebnis 1. Etappe (Freitag, 2. Juli 1999)

 

1. Etappe: Nürburgring - Adenau
10 WP's = 114,81 km
Start: 08.00Uhr - Ziel: 17.40 Uhr
Gestartet: 64 Teams


Souveräner Tagessieg für DM-Spitzenreiter und Meister Armin Kremer Starker Carsten Mohe im Formel 2-Renault Mégane auf Platz zwei

Die deutschen Meister und DM-Spitzenreiter Armin Kremer/Fred Berßen (Friedrichsruhe/Berlin) wurden im Subaru Impreza WRC am ersten Tag der 18. Internationalen ADAC-Rallye ihrer Favoritenrolle voll gerecht. Nach zehn von insgesamt 20 Wertungsprüfungen erzielten sie einen klaren Sieg auf der ersten Etappe und verwiesen den stark fahrenden Carsten Mohe (Crottendorf) und seinen Beifahrer Michael Kölbach (Dachsenhausen) im frontgetriebenen Renault Mégane Maxi um 1.00,1 Minuten auf den zweiten Platz im Gesamtklassement. Seine Stärke beim deutschen EM-Klassiker bewies Mohe auch mit seiner Bestzeit beim zweiten Durchgang der Nordschleife. Die Entscheidung um den Etappensieg in der Wertung der Zweiliter-Fahrzeuge (Formel 2) war bis ins Tagesziel in Adenau fast völlig offen. Um 17,5 Sekunden mußten sich Niki Schelle/Gerhard Weiß (Hohednpeißenberg/München) im Opel Astra Kit-Car im Kampf um den Formel 2-Triumph am Ende der ersten Etappe geschlagen geben. Auf den vierten Etappenplatz mit einem Rückstand von 1.19,5 Minuten fuhren die Dänen Kristian Poulsen/Leif Heick im Ford Escort WRC. Pech hatten Uwe Nittel/Helmut Endreß (Pommertsweiler/Friolzheim) mit dem Mercedes 190E. Mit ihrem heckgetriebenen Benz zogen sie zwar auf den zehn Tagesprüfungen für die vielen Zuschauer eine tolle Rallye-Show ab, doch zu einem Spitzenergebnis reichte es diesmal für einstigen WM-Piloten Nittel leider nicht. Dies verhinderte eine defekte Schaltung auf der sechsten Prüfung, wo er 16 Minuten stand und vom siebten Platz ins hintere Feld abrutschte. Zu den Pechvögel zählten am ersten Tag auch Hermann Gaßner/Sieg-fried Schrankl (Surheim/Obing), die beim dritten Durchgang der Nordschleife wegen zweier Reifenschäden am Proton Pert und einem selbst durchgeführten Radwechsel ihren zehnten Platz im Gesamtklassement und den zweiten Rang in der Gruppe N verloren. Sie wurden am Ende 14. in der Gesamtwertung und Vierte in der Gruppe N. Den Tagessieg in der Kategorie der seriennahen Fahrzeuge sicherten sich die letztjährigen Gruppe N-Sieger Sven Haaf/Dieter Hawranke (Windeck/Kassel) im Mitsubishi Carisma GT vor ihren niederländischen Markenkollegen Chiel Bos/Antoon Reurings.

Pl.

Nach WP 10 (= 1. Etappe)
Team/Nat/Fahrzeug
Zeit    
zurück

WP10 (8,01 km)
Fahrer

Zeit
zur.
1

Kremer/Berßen (D/D)
Subaru Impreza WRC

56:27,4"
Kremer
4.00,3"
2
Mohe/Kölbach (D/D)
Renault Mégane Maxi
+ 1.01,1"
Schelle
+ 1,6"
3
Poulsen/Heick (DK/DK)
Ford Escort WRC
+ 1.17,5"
Mohe
+ 2,6"
4
Schelle/Weiß (D/D)
Opel Astra Kit-Car
+ 1.19,5"
Poulsen
+ 4,1"
5
Brijer/Van Goor (NL/NL)
Ford Ecort
+ 1.33,2"
Bertone
+ 4,9"
6
Bertone/Chiapponi (I/I)
Renault Mégane Maxi
+ 1.49,9"
Brijer

+ 6,3"

7
Stock/Ruf (D/D)
Seat Ibiza Kit-Car
+ 2.36,6"
Sibera
+ 7,3"
8
Haaf/Hawranke (D/D)
Mitsubishi Carisma GT
+ 2.51,7"
Stock
+ 9,4"
9
Sibera/Gross (CZ/CZ)
Skoda Octavia Kit-Car
+ 2.56,3"
Gaßner
+ 9,7"
10
Depping/Moufang (D/D)
Ford Escort Cosworth
+ 3.12,2"
Haaf
+ 11,9"

 

 


Am gleichen Wochenende wie die ADAC-Rallye Deutschland findet auf dem Norisring in Nürnberg der vierte Lauf zur deutschen Supertouren-wagen-Meisterschaft und zum Formel 3-Champioat statt.
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ist natürlich auch dabei.