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Fünfter DM-Lauf - AvD/STH-Hunsrück-Rallye (23./24. Juli 1999) - Baumholder

 


Deutscher Meister und DM-Leader: Armin Kremer auf seiner Siegesfahrt bei der ADAC-Rallye Deutschland 1999


32. Int. AvD/STH-Hunsrück-Rallye
Ergebnis 2. Etappe (Samstag, 24. Juli 1999)


Deutsche Meister Kremer/Berßen mit fünften Saisonsieg in Folge auf Kurs zur erfolgreichen Titelverteidigung

Armin Kremer und Fred Berßen (Friedrichsruhe/Berlin) setzen ihre Erfolgsserie in der Deutschen Rallye-Meisterschaft fort. Bei der über 425 km führenden 32. Int. AvD/STH-Hunsrück-Rallye mit Start und Ziel in Baumholder verbuchte das Subaru Werksteam im Impreza World Rally Car (WRC) den fünften Triumph beim fünften Schlagabtausch zum nationalen Championat. Mit einer Gesamtfahrzeit von 2:45.08,0 Stunden plazierten sie sich vor Isolde Holderied / Cathérine Francois (Bad Bayersoin/Frankreich) im Toyota Corolla WRC (Rückstand 1:40,0 Min.) und Raimund Baumschlager / Klaus Wicha (Österreich/Bad Karlshafen), die im Seat Cordoba WRC mit 2:07,1 Min. Rückstand Dritte wurden. Kremer / Berßen führen nach fünf von acht Meisterschaftsläufen die DM-Tabellenwertung mit 260 Punkten vor Niki Schelle / Gerhard Weiss (213) aus Hohenpeißenberg respektive München) im Opel Astra Kit Car an.

Für den 30jährigen Kremer ist am Samstag ein lang gehegter Traum in Erfüllung gegangen. In der Karriere des zweimaligen Titelträgers fehlte bislang ein Sieg bei der Hunsrück-Rallye, die zu den härtesten Herausforderungen im Meisterschaftskalender zählt. Zudem gewann er die German Open Rally ´99. Der Mecklenburger dominierte über weite Strecken die Prüfungen auf dem Truppenübungsplatz Baumholder, sportlicher Dreh- und Angelpunkt der "Hunsrück". Von dem kontinuierlich herausgefahrenen Vorsprung büßten Kremer/Berßen lediglich etwas ein, als sie kurz vor Schluß (WP 10) eine der hinteren Antriebswellen austauschen lassen und in der WP 11 einen Reifenschaden beklagen mußten.

Nach zwei Tagen und 12 Wertungsprüfungen (264 km) fuhr Isolde Holderied aus Bad Bayersoin mit ihrer französischen Copilotin Cathérine Francois im von Toyota Deutschland eingesetzten Corolla WRC mit 1:40,1 Minuten Rückstand als Zweite über die Zielrampe in Baumholder. Holderied, zweimalige Damen-Rallyeweltmeisterin, wiederholte damit ihren Erfolg aus dem Vorjahr. Mit einem Paukenschlag begann die Deutschland-Premiere des Seat Cordoba WRC. Gleich zu Beginn der Rallye wurde das rund 300 PS starke Fahrzeug durch zwei Reifendefekte (WP 1 und WP 2) auf den zwanzigsten Platz zurückgeworfen. Baumschlager, mehrmaliger österreichischer Staatsmeister, kämpfte sich danach gemeinsam mit Copilot Wicha kontinuierlich nach vorn. Die erste Etappe am Freitag schloß die Seat-Crew bereits als fünfte der Gesamtwertung von 90 gestarteten Teams aus 12 Nationen ab. Als sie dann am Samstag der auf Rang zwei fahrenden Holderied beträchtlich auf die Pelle rückten, bremste sie ein erneuter Reifenschaden ein. Mit 2:07,1 Minuten Rückstand belegen Baumschlager / Wicha Platz drei.

An vierter Position der Gesamtwertung plazierte sich bereits das erste Team mit einem seriennahen Fahrzeug (Gruppe-N). Der 26jährige Mitsubishi-Youngster Sven Haaf (Windeck), assistiert von dem Kasseler Dieter Hawranke, sicherte sich die interne Wertung. Bis zur zehnten Prüfung attackierten die Ex-Meister Hermann Gaßner / Siegfried Schrankl (Surheim/Obing) im Proton Pert die Mitsubishi-Crew, ehe sie durch ein abgerissenes Vorderrad (WP 10) über neun Minuten verloren. Für die Mitsubishi-Paarung war somit der Weg frei zum dritten Saisonsieg in der Gruppe N. Nach einer Entscheidung der Sportkommissare wurde das Team Gaßner/Schrankl aus der Wertung genommen. Begründung: Sie hatten in WP 10 eine dritte Person an Bord, um den havarierten Proton aus der Prüfung zu fahren. Gaßner/Schrankl legten gegen diese Entscheidung Protest ein. Niki Schelle / Gerhard Weiss drückten mit ihrem werksunterstützten Opel Astra Kit Car der Formel-2 ihren Stempel auf. Acht von zwölf möglichen Bestzeiten gingen auf ihr Konto. Die Sachsen Carsten Mohe / Michael Kölbach (Crottendorf/Dachsenhausen), härteste Konkurrenten um den Sieg in der internen Formel-2-Wertung, schieden in der vorletzten Wertungsprüfung (WP 11) mit einem technischen Defekt aus.

Zum fünften Lauf der Int. Deutschen Rallye-Meisterschaft 1999 waren am Freitag morgen 90 Teams aus zwölf Nationen gestartet. Die Finaletappe am Samstag nahmen 60 Bewerber in Angriff – gewertet wurden 45.

Gesamtklassement

1. Kremer / Berßen
Subaru Impreza WRC 2:45.08,0 Std.
2. Holderied / Francois
Toyota Corolla WRC + 1:40,0 Min.
3. Baumschlager / Wicha
Seat Cordoba WRC + 2:07,1 Min.
4. Haaf / Hawranke
Mitsubishi Carisma GT + 3:37,3 Min.
5. Breijer / van Goord (NL)
Ford Escort Cosw. + 6:59,2 Min.
6. Schelle / Weiß
Opel Astra Kit Car + 7:56,7 Min.
7. Bos / Reurings (NL)
Mitsubishi Carisma GT + 9:35,9 Min.
8. Stock / Ruf Seat
Ibiza Kit Car + 10:15,7 Min.
9. Theunissen / Mombaerts
Toyota Corolla WRC + 10:25,9 Min.
10. Vossen / Findhammer (NL)
Ford Escort Cosw. + 10:54.8 Min.

DM-TOP THREE:
1. Kremer/Berßen: 260 Punkte
2. Schelle/Weiß: 213
3. Haaf/Hawranke: 160


Pl. Nach WP 12 (= Ende)
Team/Nat/Fahrzeug
Zeit    
zurück
WP 12 (4,34 km)
Fahrer
Zeit
zur.
1
Kremer/Berßen (D/D)
Subaru Impreza WRC
2:45:08.0 h
Holderied
2:47.5"
2
Holderied/François (D/F)
Toyota Corolla WRC
2:46:48.0 h
Baumschlager
+ 0,4"
3
Baunmschlager/Wicha
(A/D) Seat Cordoba WRC
2:47:15.1 h
Theunissen
+ 2,8"
4
Haaf/Hawranke (D/D)
Mitsubishi Carisma GT (N)
2:48:45.3 h
Vossen
+ 3,7"
5
Brijer/Van Goor (NL/NL)
Ford Escort Cosworth
2:52:07.2 h
Gaßner
+ 7.4"
6
Schelle/Weiß (D/D)
Opel Astra Kit-Car
2:53:04.7 h
Haaf

+ 8.5"

7
Bos/Reurings (NL/NL)
Mitsubishi Carisma GT (N)
2:54:43.9 h
Kremer
+ 9.8"
8
Stock/Ruf (D/D)
Seat Ibiza Kit-Car
2:55:23.7 h
Schelle
+ 9.9"
9
Theunissen/Mombaerts
(B/B) Toyota Corolla WRC
2:55:33.9 h
Stock
+ 11.1"
10
Vossen/Findhammer
(NL/NL) Ford Escort Cosworth
2:56:02.8 h
Brijer
+ 11.6"

 

32. Int. AvD/STH-Hunsrück-Rallye
Ergebnis 1. Etappe (Freitag, 23. Juli 1999)

 

Deutsche Meister und DM-Leader Kremer/Berßen:
Nach Fehlstart zum Etappensieg

Armin Kremer und Fred Berßen (Friedrichsruhe/Berlin) haben die erste Etappe der 32. Int. AvD/STH-Hunsrück-Rallye mit Start und Ziel in Baumholder klar zu ihren Gunsten entschieden. Im Subaru Impreza World Rally Car (WRC) gewannen die amtierenden Deutschen Rallyemeister und derzeit führenden des Championats vier der insgesamt sechs Sprintprüfungen (136 km) auf dem Truppenübungsplatz Baumholder. Rang zwei belegen mit 1,35 Minuten Rückstand nach 217 Kilometer die Toyota Werksfahrerinnen Isolde Holderied / Cathérine Francois (Bad Bayersoin / Frankreich) im Corolla WRC. Die zweimalige Damen-Rallyeweltmeisterin und zweite der "Hunsrück ´98 fuhr eine Bestzeit. Die Überraschung des Tages waren zweifellos Sven Haaf und Dieter Hawranke (Windeck/Kassel). Mit ihrem seriennahen Mitsubishi Carisma GT Evo VI gewannen sie trotz eines Drehers in WP 1, bei dem der Auspuff beschädigt wurde, klar das Gruppe-N-Klassement vor ihren Dauerrivalen Hermann Gaßner /Siegfried Schrankl (Surheim/Obing) im Proton Pert. Die Oberbayern nehmen morgen hinter Haaf/Hawranke als Vierte die über 208 Kilometer führende Schlußetappe mit 128 Kilometer Wertungsprüfung in Angriff.

Zwei Reifenschäden bremsten gleich auf den ersten beiden Wertungsprüfungen die als Geheimfavoriten gestarteten Raimund Baumschlager / Klaus Wicha (Österreich/Bad Karlshafen) ein. Bei der Deutschland-Premiere des Seat Cordoba World Rally Car kämpften sich die Werkspiloten vom 20. Platz noch auf den fünften Rang vor. Dabei konnten sie eine Bestzeit für sich verbuchen.

In der Formel-2-Wertung hatten Niki Schelle und Gerhard Weiss (Hohenpeißenberg/ München) im werksunterstützten Opel Astra Kit Car das Heft in der Hand. Mit 1,36 Minuten Vorsprung siegten sie vor Carsten Mohe / Michael Kölbach aus Crottendorf respektive Dachsenhausen (Renault Mégane Maxi). Die heutige Etappe nahmen insgesamt 90 Bewerber aus zwölf Nationen in Angriff. Für das morgen, Samstag, um 9:00 Uhr beginnende Finale über 208 Kilometer, gespickt mit fünf Wertungsprüfungen auf dem Truppenübungsplatz Baumholder sowie der schon traditionellen Zuschauerprüfung auf dem Standortübungsplatz Rilchenberg (15:30 Uhr) haben sich 60 Teams qualifiziert. Zielankunft ist um 16:10 Uhr im Westrichstädtchen Baumholder.


Pl. Nach WP 6 (= 1. Etappe)
Team/Nat/Fahrzeug
Zeit    
zurück
WP 6 (4,34 km)
Fahrer
Zeit
zur.
1
Kremer/Berßen (D/D)
Subaru Impreza WRC
1:25.35,8 h
Baumschlager
2:53.6"
2
Holderied/François (D/F)
Toyota Corolla WRC
+ 1:35.1"
Holderied
+ 0.5"
3
Haaf/Hawranke (D/D)
Mitsubishi Carisam GT (N)
+ 1:43.6"
Kremer
+ 0.9"
4
Gaßner/Schrankl (D/D)
Proton Pert (N)
+ 1:52.6"
Theunissen
+ 3.0"
5
Baumschlager/Wicha
(A/D) Seat Cordoba WRC
+2:02.2"
Vossen
+ 5.5"
6
Theunissen/Mombaerts
(B/B) Toyota Corolla WRC
+ 2:25.9"
Brijer

+ 5.6"

7
Schelle/Weiß (D/D)
Opel Astra Kit-Car
+ 3:04.4"
Haaf
+ 5.6"
8
Brijer/Van Goor (NL/NL)
Ford Escort Cosworth
+ 3:20.4"
Gaßner
+ 8.7"
9
Mohe/Kölbach (D/D)
Renault Mégane Maxi
+ 4:40.4"
Stacey
+ 9.1"
10
Bos/Reurings (NL/NL)
Mitsubishi Carisma GT
+ 5:02.9"
Stock
+ 10.0"

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Am gleichen Wochenende wie die Hunsrück-Rallye findet auf dem A1-Ring in Österreich der neunte Lauf zur Formel 1-WM statt. Dort wird der verletzte Michael Schumacher durch den Finnen Mika Salo ersetzt.
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