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FIA GT-Meisterschaft 2006 - 10 Läufe
2. Lauf - 26. - 28.05.2006 - Brünn
Stände nach
2 von 10 Läufen
GT1
1 Janis
18
2 Bert
18
3 Bertolini
15
4 Bartels
15
5 Babini
12
6 Gollin
12
7 Piccini
11
8 Deletraz
11
9 Biagi
4
10 Davis
4
GT2
1 Bobbi
16
2 Melo
16
3 Collard
16
4 Riccitelli
16
5 Sugden
10
6 Alexander
10
7 Salo
9
8 Aguas
9
9 Ried
7
10 Felbermayr. jr.
7
11 Moccia
7
12 Busnelli
7
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Der 2. Lauf zur FIA-GT in Brünn im
Visier eines jungen Motorsportfans:

Zak auf Zack in Brünn


Nach jahrelanger Beschränkung auf nationale Veranstaltungen ist das Nieder-zissener Zakspeed-Team in dieser Saison wieder auf die internationale Bühne zurückgekehrt. Als Spielfeld haben sich die Eifelaner die FIA GT-Meister-schaft ausgesucht. Und bereits beim ersten Rennen in Silverstone ließ die Truppe rund um den neuen Teammanager Andreas Leberle aufhorchen. Nach starker Fahrt belegten Sascha Bert und Jarek Janis den zweiten Platz.

Wäre Janis nicht in der Endphase des Rennens noch von der Strecke ge-rutscht, hätte es vielleicht sogar zum Sieg gereicht. Diesen holten Bert/Janis beim zweiten Saisonlauf im tschechischen Brünn nach. Die Grundlage hierfür legten sie bereits im Qualifying. Mit fast einer halben Sekunde Vorsprung knallte Lokalmatador Janis den Saleen S7-R auf die Pole-Position. Dahinter platzierte sich der Vitaphone-Maserati MC12 von Jamie Davies/Thomas Biagi und der Phoenix-Aston Martin DBR9 von Andrea Piccini/Jean Denis Deletraz.

Nach dem Start ging zunächst Andrea Piccini in Front, gefolgt von Jarek Janis. Thomas Biagi im Vitaphone-Maserati konnte den Speed der Führenden nicht mitgehen und hielt eine ganze Schlange von Autos hinter sich auf. Schließlich drehte sich der Italiener auch noch ins Kiesbett und verlor eine Runde auf die Führenden. Danach war für ihn und Teamkollege Jamie Davies nicht mehr drin als ein enttäuschender sechster Rang.

An der Spitze setzte sich derweil Jarek Janis gegen Andrea Piccini durch und ging am Italiener vorbei in Führung. Danach ward der Saleen nicht mehr gese-hen. Runde um Runde baute der junge Tscheche den Vorsprung auf seine Verfolger aus. Das Geheimnis dieses fulminanten Spurts waren die Reifen am Saleen S7-R. Genauer gesagt: Ein Reifen. Vorne links hatten die Niederzis-sener einen Joker-Reifen montiert, also den einen frischen Pneu im Satz der Qualifikationsreifen, der per Reglement zugelassen ist.

Durch diesen Schachzug war die Zakspeed-Mannschaft ihren Gegnern über-legen. Piccini/Deletraz sahen das schnell ein und beschränkten sich darauf, den zweiten Platz sicher nach Hause zu fahren, was sie letztendlich auch taten. Fabio Babini und Fabrizio Gollin komplettierten das Podium und holten wie schon in Silverstone Rang drei. Knapp am Podium vorbei schossen die Auftaktsieger Michael Bartels und Andrea Bertolini im zweiten Vitaphone-Maserati MC12 auf Rang vier.

Durch den Erfolgs-Ballast aus Silverstone (40 Kilo) und die 25 Extra Kilo, die der MC12 mit sich herumschleppen muss, war die deutsch-italienische Be-satzung in Brünn machtlos. Zu allem Übel rumpelte Bertolini in der ersten Stunde auch noch durch den Kies und verlor weitere wertvolle Zeit. Komplett generalüberholt zeigte sich in Brünn das neue Lamborghini Team von Norbert Walchhofer.

Der Österreicher hat mit Hans Reiter zusammengespannt, der eigentlich in dieser Saison bei einzelnen Veranstaltungen mit einem eigenen Auto an den Start gehen wollte. Doch nach reiflicher Überlegung kam Reiter zu dem Ent-schluss, sich doch lieber auf seine Kunden zu konzentrieren. Deswegen fuhr in Brünn neben Christophe Bouchut auch nicht der junge Schweizer Benjamin Leuenberger, sondern Peter Kox (der bei Reiter als Fahrer bereits fix war). Mehr als Rang sieben sprang beim Debüt des neu formierten Teams jedoch nicht raus.

Sieg in letzter Sekunde

Auch in der GT2 Klasse war wieder reichlich Action angesagt. Zunächst führte Jaime Melo im AF Corse Ferrari F430. Doch nach dem ersten Rou-tinestopp bekam Melo-Co Matteo Bobbi eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt, weil mehr als die erlaubten vier Mechaniker am Auto gearbeitet hatten. Nathan Kinch/Andrew Kirkaldy im JMB-Ferrai F430 übernahmen die Führung vor ihren Teamkollegen Tim Sugden/Iradj Alexander-David.

Diese hatten ihre komplette Renntaktik umgeschmissen, weil Tim Sugden bereits kurz nach dem Start zu einem Reifenwechsel kommen musste. Zehn Minuten vor Schluss platzte Kirkaldy dann der rechte Kühler - Sugden/ Alexander-David erbten den bereits nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg vor Emanuel Collard/Luca Riccitelli im Porsche 996 GT3 RSR. Auf Rang drei landeten trotz der Durchfahrtsstrafe Jamie Melo/Matteo Bobbi, die damit die Tabellenführung verteidigt haben.

Daniel Stoffel

 
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