Beim achten
Lauf zur FIA GT-Meisterschaft auf dem Hungaroring kristallisier-te
sich bereits vor dem Rennen heraus, wer der haushohe Favorit
sein würde: Der Zakspeed-Saleen S7-R von Sascha Bert/Andrea
Montermini/Jarek Janis. Das Trio glänzte in allen Trainingssitzungen
und dann auch im Qualifying mit Bestzeiten. Somit war man
auch für das Rennen der absolute Topfavorit auf den Sieg.
Und diesen fuhren die Niederzissener nach etwas über drei
Stun-den Fahrzeit dann auch tatsächlich nach Hause.
Eine Spazierfahrt wurde es für die Eifelaner allerdings
nicht. In der Anfangs-phase plagte Startfahrer Jarek Janis
ein lästiges Untersteuern. Der Tscheche hatte alle Mühe,
sich den BMS-Aston Martin vom Leib zu halten. Im Verlauf
des Rennens verbesserte sich allerdings die Performance
des Saleen, sodass Janis einen kleinen Vorsprung herausfahren
konnte, welchen Bert und Montermini behaupten konnten. Im
Qualifying hatte der Zakspeed-Saleen dem BMS-Aston Martin
von Fabio Babini/Matteo Malucelli eine halbe Sekunde aufgebrummt
und sicherte sich die zweite Pole der Saison.
Spannend wurde es beim Kampf um Position zwei. Der BMS-Aston
Martin von Babini/Malucelli duellierte sich mit der GLPK-Corvette
von Bert Longin/ Anthony Kumpen/Mike Hezemans. Erst eine
Viertelstunde vor Schluss konnte sich die niederländische
Vette durchsetzen. Der Phoenix-Aston Martin von Jean-Denis
Deletraz/Andrea Piccini kam auf Rang vier ins Ziel. Zu einem
wahren Fiasko wurde das Rennen für Karl Wendlinger/Philipp
Peter. Die beiden Österreicher kamen bereits im Qualifying
nicht auf Touren und konnten den Race Alliance-Aston Martin
nur auf Rang neun qualifizieren. Womit allerdings angesichts
der 70 Kilogramm Zusatzgewicht zu rechnen war.
Im Rennen kam es dann noch schlimmer: Im ersten Stint plagte
Philipp Peter ein massives Reifenproblem, später musste
Wendlinger mit gebrochenem Schalthebel und defekter Elektronik
aufgeben. Beste Maserati-Mannschaft wurden Michael Bartels/Andrea
Bertolini im Vitaphone-MC12, der fünfte Platz bedeutete
gleichzeitig auch den vorzeitigen Titel in der Teamwertung.
Das deutsche All-inkl.com-Team mit seinem Lamborghini Murciélago
sicherte sich den letzten Punkt. Bouchut/Leuenberger/Kox
wurde Achte. In der GT2-Klasse feierten Andrew Kirkaldy/Nathan
Kinch ihren vierten Saisonsieg.
Daniel Stoffel