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FIA GT-Meisterschaft 2006 - 10 Läufe
3. Lauf - 30.06. - 02.07.2006 - Oschersleben
Stände nach
3 von 10 Läufen
GT1
1 Bertolini
25
2 Bartels
25
3 Janis
23
4 Bert
23
5 Piccini
17
6 Deletraz
17
7 Gollin
16
8 Babini
16
9 Biagi
14
10 Davis
14
GT2
1 Collard
20
2 Riccitelli
20
3 Melo
19
4 Bobbi
19
5 Aguas
17
6 Salo
17
7 Sugden
15
8 Mullen
11
9 Kinch
10
10 Kirkaldy
10
11 Alexander
10
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Das deutsche GT-Highlight in Oschersleben
im Visier eines jungen Motorsportfans:

Doppel für den Dreizack


Oschersleben war nie ein gutes Pflaster für Michael Bartels. Seine Vorstel-lung dereinst in der DTM, als er mit dem Opel in der ersten Startreihe stand, blieb genauso unbelohnt wie sein Auftritt beim FIA GT-Rennen im letzten Jahr, als er im Maserati MC12 ebenfalls aus Startreihe eins losfuhr. Ent-sprechend kämpferisch zeigte sich Bartels vor dem Start des Rennens. End-lich sollte auch in der Magdeburger Börde der ersehnte Sieg her. Die Vor-zeichen zumindest standen sehr gut. Der Vitaphone-Maserati MC12 von Bartels/Andrea Bertolini startete von der Pole Position.

Und heuer nahm auch das Rennen einen perfekten Verlauf für den Pletten-berger. Nach 3:01:11,822 Stunden fuhren Bartels/Bertolini als Erste über die Ziellinie. Das Geheimnis dieser Triumphfahrt waren einmal mehr die Reifen von Partner Pirelli. Dabei gab es am Anfang des Rennwochenendes noch einige Probleme mit selbigen. Im freien Training am Freitag lasen die italienischen Pneus nämlich noch zu viele Steine und Metallstückchen auf. Doch fürs Rennen zauberten die Italiener einen perfekten Reifen aus dem Hut. Dies war der entscheidende Faktor zum Sieg.

Von den im Rennen hervorragenden Klebeeigenschaften der Pirellis profitierte auch das Schwesterfahrzeug von Bartels/Bertolini. Jamie Davies/Thomas Biagi kamen auf Rang zwei ins Ziel und machten den Maserati-Doppelsieg perfekt. Dabei stand das Rennen des zweiten Maseratis eigentlich unter keinem guten Stern. Davies/Biagi hatten zwar die viertschnellste Trainingszeit hingelegt, mussten das Rennen aber wegen der Zwischenfälle aus Brünn (überharte Fahrweise von Biagi) vom letzten Startplatz aus in Angriff nehmen.


Doch auch in Oschersleben fiel die Paarung Davies/Biagi negativ auf. Diesmal war Jamie Davies derjenige, der zum Rüpel des Feldes avancierte, als er Karl Wendlinger im Race Alliance-Aston Martin von der Strecke bugsierte. Vor dem Rennen hatte Race Alliance aufgrund von mangelnder Konkurrenz-fähigkeit der Dunlop-Reifen kurzfristig den Reifenpartner gewechselt und startete erstmals auf Michelin-Gummi. Doch mangels Testfahrten konnte das Team von Aston Martin Importeur Richard Karner und Flugunternehmer Lukas Lichtner-Hoyer noch keinen Profit daraus ziehen.

Bis zum nächstem Rennen, dem 24-Stunden Klassiker in Spa, will man aber nun ausgiebig testen. Auch Zakspeed zeigte in Oschersleben wieder eine gute Performance. Sascha Bert stellte den Saleen S7-R trotz 70 kg Ge-wichtsballast und kleinerem Heckflügel auf Startplatz zwei. Im Rennen reichte es für Bert/Jarek Janis aufgrund von Bremsproblemen dann zwar nur zu Platz vier, über den dürften die beiden aber gar nicht so unglücklich sein. Denn nun kommen 20 Kilo Ballast raus. Auch Phoenix Racing reiste zufrieden aus Oschersleben ab. Jean-Denis Deletraz/Andrea Piccini im Aston Martin DBR9 beendeten das Rennen nach feiner Fahrt auf dem dritten Rang.

Ein Glanzlicht konnten in Oschersleben auch zwischenzeitlich Christophe Bouchut/Michele Bartyan im RS-Line Lamborghini Murciélago setzen. Nach der ersten Rennstunde lag man auf einem tollen vierten Rang. Doch dann flog das Auto aufgrund von Bremsproblemen vehement ab. In diesem Team stehen ohnehin große Veränderungen an. Norbert Walchhofer (B-Racing) will sich von seinem Partner Rainer Stiefel (RS-Line) trennen und zusammen mit dem Schweizer Ex-F3 Teamchef Gianni Bianchi (KMS) ein neues Team gründen. Dieses soll dann die Einsätze des Murciélago an der Rennstrecke im Auftrag von Walchhofer leiten.

GT2 Klasse: Ferrari dominiert

In der GT2 Klasse avanciert der neue Ferrari F430 langsam, aber sicher zum Platzhirsch. Nathan Kinch/Andrew Kirkaldy im Scuderia Ecosse F430 siegten vor dem AF Corse F430 von Mika Salo/Rui Aguas und dem zweiten Ecosse F430 von Chris Niarchos/Tim Mullen. Porsche spielte diesmal keine Rolle. Der schnellste Zuffenhausener mit Emmanuel Collard/Luca Riccitelli am Steuer kam nur auf den fünften Rang.

Daniel Stoffel

 
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