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Black Falcon räumt ab, Böhm/Unger neue Meister
Das Team Black Falcon hatte beim Saisonfinale der BFGoodrich
Lang-streckenmeisterschaft Nürburgring gleich drei Mal Grund
zum Jubeln. Alexander Böhm (Kelberg) und Matthias Unger (Heusenstamm)
sicherten sich in der populärsten Breitensportserie Europas
den Titel und gehen in der kommenden Saison mit der Startnummer
eins ins Rennen. Das Duo gewann mit dem BMW 325i gleichzeitig
den VLN-Serienwagen-Cup. In der VLN-Junior-Trophäe triumphierte
mit Christer Jöns (Ingelheim) ein weiterer Black-Falcon-Fahrer.
Den Gesamtsieg bei der ‚BFGoodrich Trophy‘ errangen Marc Basseng
(Leu-tenbach) und Dirk Werner (Kissenbrück) im Porsche 911
GT3 RSR von Land-Motorsport. Das Podium komplettierten Armin
Hahne (Monaco) und Marc Lieb (Ludwigsburg) im Porsche 911
GT3 Cup S von Manthey-Racing und Solostarter Oliver Kainz
(Kottenheim) im BMW M3 GTRS von Scheid-Motor-sport.
„Ich bin geschafft aber überglücklich“, freute sich Unger,
der das Saisonfinale im Alleingang bestreiten musste. Böhm
musste krankheitsbedingt beim letz-ten Rennen aussetzen. Aufgrund
der geringen Starterzahl bei den VLN-Serienwagen bis 2.500
ccm Hubraum handelte es sich bei dem achten Klas-sensieg Ungers
um eines von zwei Streichergebnissen, die zum Saisonende in
die Wertung eingerechnet werden. So belegt er in der Endabrechnung
ge-meinsam mit seinem Teamgefährten Platz eins.
„Ich spreche für das gesamte Team - wir freuen uns wirklich
riesig“, so Böhm. „Seit acht Jahren bin ich in der Langstreckenmeisterschaft
am Start und habe nun eines meiner großen Ziele erreicht.“
Junior-Champion Jöns, der die zwei-te Saisonhälfte im Black-Falcon-BMW
bestritt, fehlten die Worte: „Ich kann es noch gar nicht so
richtig fassen, was mir da gelungen ist.“ Sein Teamchef Marc
Schramm (Kelberg) half aus: „Christer hat 2008 überzeugt.
Er hat keine Schwächen gezeigt und alle Rennen in unserem
Team gewonnen. Damit hat er sich für höhere Aufgaben empfohlen.“
Der Kampf um den letzten Gesamtsieg des Jahres trat aufgrund
der Meis-terschaftsentscheidung in den Hintergrund, von der
Spannung her sorgte das Geschehen an der Spitze dennoch für
Aufsehen. Von der Pole-Position aus gestartet brannte Uwe
Alzen (Betzdorf) in der Anfangsphase des Rennens ein wahres
Feuerwerk ab, seine Mitbewerber hatten bei schwierigen Witterungs-bedingungen
deutlich das Nachsehen. Der Ex-DTM-Profi setzte sich im Turbo-Porsche
mehr als zwei Minuten vom Verfolgerfeld ab. Nachdem sein Bruder
Jürgen Alzen (Betzdorf) das Fahrzeug übernommen hatte, endete
die furiose Fahrt abrupt nach einem technischen Defekt in
Runde elf.
Dirk Adorf (Hennef) und Hermann Tilke (Aachen) übernahmen
im Lamborghini Gallardo zunächst die Führung, gaben dann aber
nach einem Unfall in Runde 19 vorzeitig auf. Der Weg für Basseng
/ Werner war somit frei, die Land-Motorsport den dritten Saisonsieg
bescherten. „Bei den vorherrschenden Witterungsbedingungen
war das Rennen unglaublich hart“, sagte Basseng. „Unser Porsche
war heute sehr sensibel, in der Anfangsphase hatte ich Probleme,
den richtigen Grip zu finden. Dirk hat im mittleren Abschnitt
dann mächtig Gas gegeben, in der Schlussphase wurde es für
mich auf Slickreifen noch einmal richtig spannend.“
Im Ziel betrug der Vorsprung nach vier Stunden und 23 Runden
auf der 24,433 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring
Kurzanbindung und Nord-schleife auf die Zweitplatzierten 36,740
Sekunden. Hahne zeigte sich nach der Nordschleifen-Premiere
des Porsche 911 GT3 Cup S zufrieden mit dem Ergebnis: „Ein
toller Einstand. Vor allem, wenn man bedenkt, dass wir nach
nur zwei Runden einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen mussten,
der uns rund drei Minuten gekostet hat.“
Entscheidungen in den Cup-Klassen von Honda und Renault
In einem spannenden Finallauf setzte sich Fleper-Motorsport
aus Lennestadt in der Teamwertung des tv14 Honda Civic Cups
durch. Mathol-Racing ver-passte die Titelverteidigung, als
der Wagen des Teams in der Schlussphase aufgrund von Treibstoffmangel
liegen blieb. In der Fahrerwertung triumphierten Jürgen Nett
(Mayen) und Rolf Schütz (Andernach). Dem Fleper-Trio Peter
Venn (Großbritannien), Marcel Hoppe (Lennestadt) und Harald
Thönnes (Mülheim-Kärlich) reichten die Punkte für Platz drei
beim Finale nicht zum Titelgewinn. Nett / Schütz waren nach
einem Unfall im Zeittraining zum Zu-schauen verdammt, hatten
am Ende aber mit 0,01 Punkten die Nase vorne.
Der Tagessieg ging an das VLN Honda Junior-Team, das beim
Finale mit Dennis und Kristian Nägele (beide Lauterstein)
antrat. Auch die noch offene Entscheidung um den Titel im
New Renault Clio Cup fiel bereits im Training. Mit einem Crash
verabschiedeten sich die Titelfavoriten des Teams Steibel-Motorsport
vorzeitig aus dem Geschehen. Manuel Metzger (Rickenbach-Hütten)
war auf regennasser Piste im Streckenabschnitt Hatzenbach
von der Strecke abgekommen und in die Leitplanke eingeschlagen
- der Clio war ein Totalschaden. Damit standen die Meister
vorzeitig fest.
Die bis dahin führenden Stefan und Christian Benz (beide Hockenheim)
er-rangen den Titel. Im Finallauf belegten sie den zweiten
Platz hinter dem TKS-Duo Elmar Jurek und Jannik Olivo (beide
Berlin).
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