13. April 2008
- Info - Mühlner Motorsport:
Mühlner Motorsport eröffnet die Saison 2008
mit einem Platz auf dem Podium
* Markus Lönnroth und Manfred Gottschlich wurden Dritte,
Marcel Engels in Führung liegend abgeflogen
Das im belgischen Spa-Francorchamps ansässige Mühlner Motorsport
Team nahm am Saisonauftaktsrennen der Deutschen Langstreckenmeisterschaft
auf dem Nürburgring, dem 33. DMV-4-Stunden Rennen, mit zwei
Porsche 911 GT3 Cup teil. Wilfried Schmitz (Baesweiler), Marcel
Engels (Willich) und Florian Fricke (Nienstädt) waren nach
dem Training guter Dinge, da sie von Startplatz 2 aus ins
Rennen gingen. Manfred Gottschlich (Schweden) und Markus Lönnroth
(ebenfalls Schweden), die erst ihr zweites Rennen auf dem
Nürburgring fuhren, beschränkten sich lediglich auf das Absolvieren
der Pflichtrunden.
Engels übernahm kurz nach dem Rennstart die Führung in der
qualitativ und mit 14 Fahrzeugen auch quantitativ anspruchsvollen
Klasse für Cup Porsche der Modellreihe 997 und baute den Vorsprung
auf über 20 Sekunden aus, bevor er in der vierten Runde in
der Rechtskurve vor dem Streckenabschnitt Karussell heftig
abflog und den Porsche mit der Startnummer 778 so stark beschädigte,
dass er nicht mehr weiterfahren konnte.
„Ich bin auf Öl ausgerutscht und hatte keine Chance“, berichtete
Marcel Engels später. „Schade, heute hätten wir hier gewinnen
können.“
„Wir haben uns gut vorbereitet. Das Auto ist perfekt und wir
sind vor der Sai-son viel gefahren, um uns noch besser auf
den Porsche einzuschießen. Die Trainingsplatzierung und die
Führung bis zum Unfall zeigen, dass wir auf dem richtigen
Weg sind, “ sagt Wilfried Schmitz und Florian Fricke fügt
hinzu: „Unfälle können immer und jedem passieren, das gehört
halt leider zum Motorsport dazu.“
Die beiden Schweden, eigentlich nur am Start um sich in Ruhe
an die Nür-burgring Nordschleife zu gewöhnen, waren von einem
Moment auf den an-deren, das einzig verbliebene Eisen des
Mühlner Motorsport Teams, dass noch im Feuer war. Durch eine
kurzfristige Umstellung der Strategie fuhren Lönnroth und
Gottschlich teilweise, je nach Boxenstopps der Wettbewerber,
bis auf den zweiten Platz der hart umkämpften Klasse und wurden
schließ- lich als sensationelle Dritte abgewinkt.
„Für Markus und Manfred freut es mich sehr, dass sie ein so
tolles Ergebnis eingefahren haben“, resümiert Teamchefin Renate-Carola
Mühlner und fährt fort: „Marcel ist sowohl im Training als
auch im Rennen bis zum Unfall schnell unterwegs gewesen. Schade,
dass das nicht in ein verwertbares Ergebnis umgesetzt wurde.
In zwei Wochen geht es weiter und wir hoffen, dass wir bis
dahin auch Fahrer für unseren dritten Porsche gefunden haben
werden.“
Viel Aufmerksamkeit zog der nagelneue Porsche 911 GT3 Cup
S des Mühlner Teams im Fahrerlager auf sich. Mit dem neuen
Arbeitsgerät für die FIA GT3 Europameisterschaft und das ADAC
GT Masters hatte die Mann-schaft vorigen Donnerstag in Zolder
und dann Freitagmorgen auf dem Grand Prix Kurs des Nürburgrings
ausgiebig getestet.
„Am kommenden Wochenende werden wir in Silverstone zwei dieser
neu entwickelten Porsche einsetzen. Für Mark Thomas suchen
wir noch den zweiten Fahrer mit Tim Bergmeister und Tom Cloet
auf dem anderen Porsche sind wir bestens gerüstet, “ weiß
Bernhard Mühlner.
|