Mühlner Motorsport beginnt Saison 2009 mit
einem Erfolg
* Oliver Kainz und Frank Schmickler pilotieren den Porsche
Cup S auf Klassenrang zwei auf der Nürburgring Nordschleife
Das im belgischen Spa-Francorchamps ansässige Mühlner Motorsport
Team startete am vorigen Samstag mit einem Porsche 911 GT3
Cup S beim ersten Lauf zur Deutschen Langstreckenmeisterschaft
2009 auf dem Nürburgring. Das Fahrzeug, mit dem Tim Bergmeister
in der Saison 2008 für Mühlner Motorsport die Fahrerwertung
des ADAC GT Masters gewonnen hatte, wurde nun auf die Anforderungen
der Nürburgring Nordschleife umgebaut.
Oliver Kainz (Kottenheim) und Frank Schmickler (Rösrath) fuhren
ein fehler-freies Rennen und wurden schließlich als Zweiter
der neuen Klasse für FIA GT3 Fahrzeuge abgewinkt. Dies bedeutete
gleichzeitig Platz vier von 163 Startern im Gesamtklassement.
"Das Auto lief perfekt und wir hatten mit den Michelin Reifen
optimalen Grip. Andere Teams hatten vielfach Reifenprobleme
aber bei uns lief alles ohne irgendwelche Zwischenfälle",
sagte Frank Schmickler nach dem Rennen. "Vom Set Up her gefällt
mir unser Porsche sehr gut, die Bilstein Dämpfer sind optimal
für die schwierigen Bedingungen der Nordschleife abgestimmt"
, ergänzte Oliver Kainz.
Bei aller Zufriedenheit über das gute Ergebnis beim Saisonauftakt
muss al-lerdings festgestellt werden, dass das neue Reglement
in Bezug auf Gewicht, Tankvolumen und Tankgeschwindigkeit
nicht optimal und vor allem nicht fair ist. Das Rennresultat
spiegelt nämlich nicht das wirkliche Kräfteverhältnis wieder,
sondern ist in dieser Form nur durch die mangelhafte Haltbarkeit
oder sonstige Missgeschicke der anderen Marken zustande gekommen.
"Die von der FIA gewünschte und durch die Balance of Performance
Tests erreichte Chancengleichheit für GT Fahrzeuge wird durch
die Eingriffe in das Reglement seitens der Verantwortlichen
des ADAC 24h Rennens und der Deutschen Langstreckenmeisterschaft
völlig zunichte gemacht. Alle GT3 Fahrzeuge dürfen laut FIA
einen 100 Liter Benzintank haben. Das tatsäch-liche Einsatzgewicht
(Homologationsgewicht + festgelegtes Zusatzgewicht) richtet
sich nach der Leistung des jeweiligen Fahrzeuges. So regelt
auch das Tankvolumen die Performance, da die leistungsstarken
Benzinfresser ihre volle Leistung nicht über die gesamte Renndistanz
abrufen können. Nun geht man hin und nimmt dem relativ leichten
Porsche, der nur 3.600ccm hat, 18 Liter Tankvolumen weg und
gibt den Hubraumriesen (bis über 8.000ccm) ein Tankvolumen
von 120 Litern. Damit nicht genug: Die Tankpilotflaschen,
die nun verwendet werden müssen, sorgen dafür, dass der Durchfluss
von 82 Litern genauso lang wie der von 120 Litern dauert.
Um wenigstens 90 Liter haben zu dürfen, müssen wir 40kg Gewicht
zuladen, das ist total unfair", sagt Teammanager Bernhard
Mühlner.
"Im Motorsport bringt die Kombination aus technisch perfekter
Vorbereitung, guten Fahrern und einer optimalen Strategie
für die Tankstopps letztlich den Erfolg. Durch die Reglement
Veränderungen werden wir in unserer gesamten Arbeitsleistung
beschnitten." ist Teamchefin und Chefstratege Renate-Carola
Mühlner verärgert." Allerdings bin ich mit der Leistung und
dem Potential von Oliver und Frank sehr zufrieden, außerdem
sind beide hervorragende Team-player. Es macht große Freude
mit den beiden zusammen zu arbeiten."
Ab dem zweiten Lauf wird Mühlner Motorsport dann zwei Porsche
911 GT3 Cup S in der neuen Klasse SP9 für FIA GT3 Fahrzeuge
einsetzen. Mit Heinz-Josef (Juppy) Bermes (Willich), Dieter
Schornstein (Aachen) und Ulf Karlsson (Schweden) werden dann
drei weitere sehr erfahrene und erfolgreiche Nord-schleifenkenner
ins Lenkrad greifen.
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