Mühlner Motorsport wieder auf dem Podium
* Oliver Kainz und Frank Schmickler pilotieren den Porsche
Cup S auf Klassenrang drei auf der Nürburgring Nordschleife
Das im belgischen Spa-Francorchamps ansässige Mühlner Motorsport
Team startete am vorigen Samstag mit zwei Porsche 911 GT3
Cup S beim zweiten Lauf zur Deutschen Langstreckenmeisterschaft
2009 auf dem Nürburgring. Wie bereits beim Saisonauftakt vor
zwei Wochen bildeten Oliver Kainz (Kot-tenheim) und Frank
Schmickler (Rösrath) ein Team. Sie fuhren den Porsche mit
der Startnummer 73. Mühlner "Urgestein" Heinz-Josef (Juppy)
Bermes (Willich), der Schwede Ulf Karlsson und Dieter Schornstein
(Aachen) teilten sich den zweiten Porsche mit der Startnummer
67.
Im morgendlichen Qualifying regnete es stark und nur zum Ende
hin trock-nete es etwas ab. Kainz stellte den Porsche in die
dritte Startreihe und Karlsson den zweiten Mühlner Porsche
in die siebte Reihe. Gute Ausgangs-positionen in dem Rennen
über 4 Stunden, welches pünktlich um 12:00 Uhr gestartet wurde.
Alle 182 Teilnehmer gingen auf Slicks ins Rennen.
Noch während der Einführungsrunde fielen die ersten Regentropfen
aber noch blieben alle auf Slicks. Während der ersten Rennrunde
wurde der Regen stär-ker und der Nordschleifenspezialist Kainz,
der den Start auf der Startnummer 73 fuhr, konnte seine Erfahrung
voll ausspielen. Als Dritter ging er in die zwei-te Runde.
Karlsson auf dem Schwesterfahrzeug blieb ebenfalls auf Slicks
draußen, obwohl manche Wettbewerber schon die Box ansteuerten
um Re-genreifen auszufassen.
Während Kainz nach der zweiten Runde ohne Probleme die Box
erreichte um auf Regenreifen zu wechseln, flog Karlsson von
der Strecke und beschädigte sich die vordere Stoßstande und
die hintere linke Seitenwand. Nach einer Blitzreparatur ging
auch Karlsson auf Regenreifen wieder auf die Strecke. Allerdings
folgte dann in Runde 9 ein weiterer Unfall wobei das Fahrzeug
so stark beschädigt wurde, dass eine neue Rohkarosse zur Reparatur
benötigt wird. Somit kamen Bermes und Schornstein nicht mehr
zum Einsatz.
Kainz spulte weitere schnelle Runden ab und kam nach der 11
Rennrunde zum Fahrerwechsel an die Box. Schmickler übernahm
und kam auf Anhieb super mit den widrigen Wetterbedingungen
klar. Nach weiteren 9 Runden wurde ein Splash and Dash Stopp
eingelegt und Benzin für die restlichen Runden getankt. Schmickler
blieb im Auto, da er die Situation draußen auf der Strecke
kannte und wurde schließlich als Dritter der FIA GT3 Klasse
(SP9) und Vierter im Gesamtklassement abgewinkt.
"Ein erneuter Podestplatz in der FIA GT3 Klasse für Oliver
und Frank ist ein gutes Ergebnis. Das Juppy und Dieter wegen
Ulfs Unfall nicht zum Fahren gekommen sind, ist sehr schade,
aber das kann immer mal passieren. Wegen des Regens waren
das diesmal keine vergleichbaren Bedingungen, aber wie beim
ersten Lauf waren überproportional viele Porsche (Lauf 1 =
7 und Lauf 2 = 8) in den Top Ten. Zum einen setzen halt sehr
viele Teams auf den erfolgreichen Zuffenhausener und zum anderen
ist der 911er eben ein robustes, ausgereiftes Fahrzeug, mit
dem die Teams auch viele Erfahrungen in den vorigen Jahren
gesammelt haben. Das nun fürs ADAC 24-Stunden-Rennen mit unfairen
Tankvorschriften die Wettbewerbssituation verzerrt werden
soll, ist traurig, " sagt Bernhard Mühlner nach dem Rennen.
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