14. Juni 2009:
Der Manthey lässt das Siegen nicht
Die Gegner haben bei der 40. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy
deutlich die Zähne gezeigt, am Ende stand jedoch erneut ein
Manthey-Team ganz oben auf dem Podium. Der Porsche 911 GT3
RSR glänzte nicht zum ersten Mal mit Speed und vor allem Standfestigkeit.
In der Addition beider Renn-abschnitte - der vierte Lauf zur
BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring musste nach
einem Unfall mit der Roten Flagge unterbrochen werden - fuhren
Marcel Tiemann (Monaco) und Arno Klasen (Karlshausen) zum
dritten Saisonsieg für Manthey-Racing. Die Positionen zwei
und drei gingen an die Alzen-Brüder. Jürgen Alzen (Betzdorf),
Christian Menzel (Kelberg) und Dominik Schwager (Erdweg) belegten
im Porsche 911 GT3 mit einem Rückstand von 2:48.844 Minuten
Platz zwei. Das Podium komplet-tierten Uwe Alzen (Betzdorf)
und Lance David Arnold (Duisburg) im schnell-sten Cup-Porsche.
„Das Geheimnis unseres Erfolges?“, so Tiemann nach dem Rennen.
„Eine gute Taktik, sehr kurze Standzeiten bei den Boxenstopps
und eine geringe Fehlerquote beim Fahrzeug, dem Team und schließlich
uns Fahrern.“ Für seinen Mitstreiter Klasen war es der 20.
Gesamtsieg in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring.
„Ich freue mich über den 20. Sieg genauso wie über den ersten“,
sagte er überglücklich. „Und natürlich habe ich schon Nummer
21 im Visier - vielleicht ja schon in zwei Wochen.“
Nach Rückschlägen in den ersten drei Saisonrennen war Platz
zwei Balsam für die Seele von Jürgen Alzen. „Ich kann unseren
Erfolg kaum in Worte fassen“, so der Teamchef aus dem Westerwald.
„Meine Jungs und ich haben hart an unserem Projekt gearbeitet,
jetzt steht dem endlich ein gutes Ergeb-nis gegenüber.“
Aufgrund von Funkproblemen konnte der erfahrene Nordschleifenpilot
am Ende nicht mehr taktieren: „Es gab nur eine Devise: Vollgas.“
Uwe Alzen feierte die erste Podiumsplatzierung mit dem eigenen
Rennteam fast wie einen Sieg. Zusammen mit Arnold fuhr der
Betzdorfer, im von der Leistung her unterlegenen Cup-Porsche,
mit konstant schnellen Rundenzeiten zum Erfolg. „Das war ein
unglaublich perfektes Rennen“, so der Ex-DTM-Pilot. „Mit einem
Auto, was rund ein Drittel von dem kostet, was unsere Mitbewerber
auffahren, auf das Podium zu kommen, ist aller Ehren wert.“
Arnold ergänzte: „Wir haben über das gesamte Rennen 105 Prozent
gegeben.“
Das schnellste GT3-Fahrzeug pilotierten Armin Hahne (Monaco)
und Jochen Krumbach (Eschweiler) mit einem weiteren Manthey-Porsche
auf Platz vier. Hinter dem Porsche-Quartett an der Spitze
ging es bunt zu. Auf den weiteren Positionen platzierten sich
Roland Rehfeld (Berlin), Reinhold Renger (Rothen-burg-Tauber)
und Hannu Luostarinen (Finnland) in der Kissling-Corvette,
Sabine Schmitz, Klaus Abbelen (beide Barweiler) und Dr. Edgar
Althoff (Viersen) im Frikadelli-Porsche, Michael Bäder (Ofterdingen)
und Tobias Hagenmeyer (Köln) im BMW Z4 V8 sowie Volker Strycek
(Dehrn), Andreas und Ralf Schall (beide Dornstadt) im Opel
Astra V8 Coupé.
Über weite Strecken des Rennens sorgten Hermann Tilke (Aachen),
Dirk Adorf (Hennef) und Thomas Mutsch (Bitburg) im Ford GT
von Raeder-Motorsport an der Spitze des Feldes für Unterhaltung.
Lokalmatador Mutsch fuhr die schnellste Rennrunde in 8:16,036
Minuten, zwei Runden vor Renn-ende fiel das Trio in aussichtsreicher
Position liegend nach einem Unfall aus.
Rennunterbrechung nach schwerem Unfall
In Runde 13 musste das Rennen mit der Roten Flagge unterbrochen
werden. Michael Schneider (Erkrath) verlor im Streckenabschnitt
Kallenhard die Kon-trolle über seinen Porsche 911 GT3, durchbrach
die Streckenbegrenzung und rutschte einen Abhang hinunter.
Der Fahrer war unmittelbar nach dem Vorfall ansprechbar und
beklagte keinerlei Schmerzen. Die Bergung erwies sich aufgrund
des unwegsamen Terrains jedoch als schwierig, so dass der
Neu-start erst um 16:06 Uhr erfolgten konnte. Schneider wurde
zur weiteren Untersuchung in das Krankenhaus in Adenau eingeliefert.
Da in der Addition beider Rennabschnitte eine Gesamtdistanz
von 3:19:46,283 Stunden zurückgelegt wurde, geht der vierte
Lauf des Jahres mit vollen Punkten in die Wertung ein.
VLN Honda Junior-Team erneut auf dem Klassen-Podium
Tim Scheerbarth (Dormagen), Dennis und Kristian Nägele
(Lauterstein und Donzdorf) fuhren im Honda Civic Type R zum
dritten Mal in der laufenden Saison in der Civic-Cup-Klasse
auf das Podium. Das Trio des VLN Honda Junior-Teams musste
sich nach 19 Runden lediglich Frank Totz (Brakel) und Peter
Kreuer (Köln) geschlagen geben. Den schnellsten Seat Leon
Super-copa fuhren bei der 40. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy
Mario Koch (Minden), Thomas Gerling (Uchte) und Harald Hennes
(Eschweiler) zum Klassensieg. Als Gewinner der VLN-Specials
bis 2.000 ccm Hubraum war am Ende Karl Brinker (Herne) schnellster
Fahrer eines Renault Clio Cup.
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