19. Juli 2009:
Mühlner Porsche beim 6-Stunden-Rennen auf
dem
Nürburgring auf dem Podium
* Kainz und Schmickler fehlerfrei bei wechselhaftem Eifelwetter
Das im belgischen Spa-Francorchamps ansässige Mühlner Motorsport
Team startete am vorigen Samstag mit einem Porsche 911 GT3
Cup S beim Sai-sonhighlight der Deutschen Langstreckenmeisterschaft
2009, dem 6-Stun-den-Rennen, auf dem Nürburgring.
Nachdem durch ein Problem im Qualifying nur die Pflichtrunden
gefahren wur-den, ging der Mühlner Porsche nur von Rang 17
aus ins Rennen. Oliver Kainz (Kottenheim) fuhr schnell in
die Top Ten vor und kam, als in der sechsten Runde heftiger
Regen einsetzte, bereits als Neunter zum Reifenwechsel an
die Box. In der Boxengasse herrschte Chaos: Erstmals seit
Einführung der Tankflaschen für die im Gesamtklassement führenden
Fahrzeugklassen, wur-den durch den Regen im ersten Stint alle
eng beieinander liegenden Kontra-henten gleichzeitig zum Tanken
gezwungen, welches durch die Ventile in den Tankflaschen nun
eine gefühlte Ewigkeit dauert.
Fünf Fahrzeuge aus den Top Ten kamen so zu einem Vorteil von
ungefähr 3 Minuten, die die anderen fünf Fahrzeuge durch das
Warten auf das Frei-werden von Zapfsäulen verloren. „Hier
muss etwas passieren. Das Reglement der Tankflaschen bevorteilt
die Benzinfresser im Feld. Alleine das ist schon ein Unding
in der heutigen Zeit, wo Energieeffizienz belohnt werden sollte
und nicht umgekehrt. Wenn das Reglement aber darüber hinaus
auch noch zu solch einem Chaos führt, welches die gesamte
Wettbewerbssituation ver-schiebt, müssen die Verantwortlichen
nachbessern,“ sagt ein verärgerter Bernhard Mühlner.
Kainz blieb nach dem Wechsel auf Regenreifen im Porsche und
kam als die Fahrbahn abtrocknete genau im richtigen Moment
zum Wechsel auf Slicks wieder an die Box. Frank Schmickler
(Rösrath) übernahm und konnte mit Slicks deutlich schneller
Fahren, als die vor ihm liegenden Fahrzeuge, die eine Runde
zu spät auf Trockenreifen wechselten.
Als gegen Mitte des Turns leichter Nieselregen einsetzte,
spielte Schmickler seine ganze Erfahrung und Routine aus und
fuhr fehlerfrei. Nach einem 9-Runden-Turn übergab er auf P5
liegend wieder an Kainz, der ebenfalls un-fallfrei in seinem
Turn mit Slicks auf oftmals feuchter Strecke fuhr. Zum letz-ten
Boxenstopp kam Kainz dann bereits als Vierter. Schmickler
bekam frische Reifen und den Auftrag zu attackieren. Der zweite
Platz in der FIA GT3 Klasse und der vierte Platz im Gesamtklassement
sollten unbedingt verteidigt werden.
Schmickler bekam von Teamchefin Renate-Carola Mühlner über
Funk Vor-sprung und Rückstand mitgeteilt und lieferte schnelle
Rundenzeiten, so wie sie benötigt wurden um den hervorragenden
zweite Rang in der FIA GT3 Klasse zwischen zwei Werks - Audi
R8 nach Hause zu fahren. Als dann der im Gesamtklassement
Drittplatzierte aus einer anderen Klasse wegen Benzinmangels
die letzte Runde nicht zu Ende fahren konnte, wurde die Fehlerfreie
und Materialschonende Fahrt von Oliver Kainz und Frank Schmickler
mit dem dritten Gesamtrang belohnt. Die Mühlner Piloten ließen
die Champagner – Korken auf dem Podium knallen und genossen
die „Champus – Dusche“ nachdem sie diese Saison schon zweimal
mit Platz 4 knapp das Podium verpassten.
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